Erbsen in der Schote

Gemüse - Erbsen

Lange Zeit zählten getrocknete und bei der Zubereitung pürierte Erbsen bei vielen Völkern zu den Grundnahrungsmitteln. Insbesondere in Zeiten, in denen frisches Gemüse und Fleisch rar waren, waren getrocknete Hülsenfrüchte wie Erbsen eine wichtige Proteinquelle.
Vermutlich waren die Chinesen die ersten, die Hülsenfrüchte und Samen als Gemüse zubereiteten.
Erst im 16. Jahrhundert hielt die Erbse auch in den anderen europäischen Küchen Einzug, nachdem sie durch den französischen Königshof populär geworden war. Im 19. Jahrhundert schließlich gelangte sie auch nach Nordamerika.
Die Gartenerbse war das erste Gemüse, aus dem durch Kreuzung viele neue Sorten entstanden und das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Verbesserungen erfuhr.
Trockenerbsen
Erbsensprossen
Palerbsen
Markerbsen

Erbsen - Sorten

Erbsen
Erbsen wachsen an buschigen oder rankenden Pflanzen, die 30 bis 150 cm hoch werden. Sie gedeihen in gemäßigten Klimazonen und werden mit Beginn des Frühjahrs ausgesät. Die glatten, grünen Hülsen sind gerade oder leicht gebogen, dick oder flach. Sie erreichen gewöhnlich eine Länge von 5 bis 15 cm und enthalten zwei bis zehn unterschiedlich große, meist runde Samen.
Erbsen sind in der Regel grün, es gibt aber auch gräuliche, weißliche oder bräunliche Sorten.
Von den mehr als 1000 verschiedenen Erbsensorten sind die Palerbse, Markerbse, Zuckererbse auch Zucker- oder Kaiserschote genannt, am bekanntesten.

Trockenerbsen sind voll ausgereifte Erbsen, die nach der Ernte enthülst und getrocknet werden.
Die wichtigsten Erzeugerländer von Trockenerbsen sind Russland, Frankreich, China und Dänemark, während frische Erbsen vor allem in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, China, Ungarn und Indien angebaut und vorwiegend zu Konserven und Tiefkühlgemüse verarbeitet werden.

Palerbsen
Auch Pahl-, oder Schalerbsen genannt, haben einen glattschaligen Samenkorn. Ihr trockenes Korn wird meistens zum Kochen verwendet.
Für andere Verwendungen müssen sie jung geerntet werden, denn wenn die Körner zu groß geworden sind, bekommen sie leicht einen mehligen Geschmack.
Kaiserschoten
Zuckererbsen auch Zucker-, oder Kaiserschoten genannt, haben keine ungenießbare Pergament- schicht in der Hülse.
Hauptsächlich werden die fleischigen Hülsen mit noch unentwickelten Körnern verarbeitet. Verzehrt werden sollten Zuckererbsen nur gegart, also gekocht oder gedünstet.
Erbsensprossen
Erbsensprossen
Keimfähige Erbsen etwa 10 Stunden einweichen. Anschließend die Erbsen in ein Keimgerät oder Keimglas geben und zwei mal täglich wässern.
Bei einer Umgebungstemperatur von ca. 20 °C können die Erbsensprossen nach einigen Tagen geerntet werden.
 
Markerbsen
Markerbsen haben im reifen Zustand ein geschrumpftes Korn, enthalten Zucker und schmecken daher süß, weswegen sie oft irrtümlich als Zuckererbsen betrachtet werden.
Sie werden meistens zur Konservierung (für Konserven werden helle Sorten bevorzugt) und für Tiefkühlware (werden dunklere Sorten bevorzugt) verwendet. Als Trockenerbsen sind sie ungeeignet, da sie beim Kochen nicht weich werden.

Inhaltsstoffe - Erbsen pro 100 Gramm:
- Kohlenhydrate 14 g
- Ballaststoffe 5 g
- Proteine 0,4 g
Wintergemüse
Gemüse / Herbst und Winter
(Oktober bis März - Saison)

Grünkohl, Kürbis, Oliven, Rote Bete, Rotkohl, Sauerkraut, Schwarzwurzeln, Weißkohl, Wirsing
Ganzjährig:
Bambussprossen, Lauch, Linsen, Knoblauch, Meerrettich, Möhren, Sellerie, Zwiebel

Ethylen wird von einer Reihe von Früchten während des Reifeprozesses abgegeben und stimuliert den Reifevorgang.