Früher
brauchte der Käse mehr Zeit zum Reifen, was auch eine intensivere
Pflege erforderte. So brauchte ein Hartkäse ein bis zwei Jahre
und musste zweimal wöchentlich mit Wasser abgerieben werden.
Heute hingegen wird der Reifeprozess durch Druck (etwa 4 bar beim
Emmentaler) erheblich verkürzt.
Heute dominieren junge Käsesorten den Markt. Durch die schnellere
Reifung ist der Wasseranteil im Käse oft deutlich höher als
früher.
Früher wurde zur Herstellung von
Käse nur beste Milch verwendet, deren Geschmack auch von der
Art der Fütterung der Kühe abhängig war und so den entsprechenden
Eigengeschmack der Käsesorte noch unterstrichen hat.
Heute werden Kühe oft einseitig gefüttert, die Produkte werden
oft nicht mehr (ausschließlich) aus regionaler Milch hergestellt
und es wird mitunter Milchpulver
bei der Käseherstellung beigemischt.
Früher durfte die Milch nicht
stark erhitzt werden, da sonst alle Bakterien abgetötet wurden.
Heute muss die Milch aus gesetzlichen Gründen (in Deutschland)
generell pasteurisiert
werden und ist damit nahezu keimfrei. Bakterien sind bei der Käseherstellung
aber auch für den Geschmack verantwortlich.
Früher benötigte man keine Starterkulturen
aus Milchsäurebakterien wie heute üblich, da die Käsereien
ausreichend mit Mikroben versorgt waren.
Als sog. Säurewecker wurde ausschließlich echtes Lab (aus Kälbermägen)
verwendet, das bei der heute produzierten Käsemenge künstlich
hergestellt werden muss, evtl. wird es auch gentechnisch gewonnen.

Frische Kräuter harmonieren nicht nur hervorragend mit Käse, sie bringen auch viele Gerichte zur Vollendung und werden gerne als Dekoration verwendet.