Polyphenole, die in großen Mengen
in Gemüse, aber auch in sogenannten Superfoods wie Ingwer, Kurkuma
oder grünem Tee vorkommen, gelten als wahre Superstars für unsere
Gesundheit. Im Körper fungieren sie als Antioxidantien und natürliche
"Phytochelatoren", die überschüssige, Schwermetalle,
Eisen oder Kupfer binden und somit unschädlich machen können.
Eine entscheidende Erkenntnis der jüngeren
Forschung ist jedoch aufschlussreich:
Damit diese wertvollen Pflanzenstoffe ihre Schutzwirkung voll
entfalten können, muss der Körper in einem basischen (alkalischen)
Milieu sein. In einem übersäuerten Umfeld verlieren sie nicht
nur an Kraft, sondern die gesamte Regulation des Stoffwechsels
gerät quasi in eine Sackgasse.
Polyphenole sind im sauren Milieu
nahezu machtlos
Polyphenole wie Curcumin aus Kurkuma
oder 6-Shogaol aus Ingwer haben unter anderem die Aufgabe, Entzündungen
zu lindern, die mit überschüssigen (freien) Metallen wie Eisen
und Kupfer einhergehen können.
In einem sauren Milieu stoßen sie jedoch auf verschiedene Hindernisse.
Durch die Übersäuerung bleibt (freies) Eisen, das in saurem
Milieu viele freie Radikale produziert, in den Zellen gefangen.
Die Polyphenole können das Eisen zwar innerhalb der Zelle erreichen,
doch der Abtransport oder die sichere Ausleitung sind biologisch
blockiert.
Entsäuerung
als Wirkverstärker
Basische
Nahrungsergänzung
Basische
Milieu, Eisen und Hepcidin
Schutz
für Mitochondrien und Immunsystem
Natron/Natriumbicarbonat
Erst wenn das Gewebe durch eine grundsätzlich basische
Ernährung, eine Milieutherapie oder Pufferung (zum Beispiel
mit Natriumbicarbonat) wieder in einen neutralen oder leicht
basischen Bereich gebracht wird, löst sich die "Säure-Blockade".
Erst dann können entzündungshemmende Nahrungsergänzungsmittel
ihre volle Wirkung entfalten.
Sie können überschüssige (freie) Metalle binden und aus den
überladenen Geweben (wie Leber, Herz oder Gelenken) ausleiten.
Ihre antioxidative Kraft wirkt in einem basischen Umfeld erheblich
effektiver, da die Radikalbildung (freie Radikale) bei einem
höheren pH-Wert deutlich abnimmt.
Ein Schlüssel zur Entriegelung
unseres Stoffwechsels.
In der modernen Gesundheitsdiskussion wird oft über die Zufuhr
von Vitaminen und Mineralstoffen gesprochen. Doch die Wissenschaft
zeigt immer deutlicher, dass nicht nur entscheidend ist, was
wir zu uns nehmen, sondern auch, in welchem Körper-Milieu
diese Stoffe letztlich landen.
Ein zentraler Punkt der Forschung ist hierbei die Übersäuerung
(Azidose) des Gewebes. Sie löst nicht nur körperliches und
mentales Unbehagen aus, sondern fungiert auch als biologischer
"Türschließer" für lebenswichtige Regulationsprozesse.
Basische Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel sind daher
im wissenschaftlichen Kontext klar als Werkzeuge zur Wiederherstellung
der Homöostase (des inneren Gleichgewichts) zu nennen - insbesondere
im Zusammenhang mit Metallen wie Eisen und Kupfer. Diese reichern
sich in saurem Milieu an und führen zur Entstehung äußerst
lebensfeindlicher bzw. regelrecht toxischer Milieustrukturen.

Zunehmend mehr Studien zeigen, dass antioxidative Nahrungsergänzungsmittel
umfassende Zusammenhänge im Körper beeinflussen können,
die beispielsweise die Funktion des Immunsystems verbessern,
den Blutdruck ausgleichen und die Durchblutung fördern. Diese
Effekte können wiederum dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zu verringern und die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden
zu verbessern.
Ein entscheidender wissenschaftlicher Durchbruch ist die
Erkenntnis, dass ein saures Milieu, das beispielsweise durch
Entzündungen, Fehlernährung oder genetische Faktoren (mit-)
verursacht wird, das Eisenregulationshormon Hepcidin
auf molekularer Ebene stabilisiert. Hepcidin fungiert sozusagen
als "Wächter", der bestimmt, ob Eisen im Blut zirkulieren
darf oder in den Zellen eingesperrt wird.
Bei einer Übersäuerung bleibt dieser "Wächter"
aktiv, die Exportkanäle (Ferroportin) der Zellen werden abgebaut
und das Eisen bleibt in den Speichern gefangen.
Hier wird es brisant:
In einem sauren Umfeld (unter pH 5,5) wird dieses gespeicherte
Eisen löslich und hochgradig aggressiv. Es katalysiert die
sogenannte Fenton-Reaktion, bei der schädliche freie Radikale
entstehen, welche unsere Zellmembranen und Mitochondrien -
die Kraftwerke unserer Zellen - zerstören. Basische Ernährung
und Ergänzungen wie basische
Mineralstoffe oder Natriumbicarbonat setzen genau hier
an. Durch die Pufferung der Säure wird der stabilisierende
Reiz für Hepcidin entzogen. Die "Eisentür" kann
sich wieder öffnen und das Metall wird aus seinem toxischen
Zustand befreit.

Schutz für Mitochondrien und
Immunsystem
Forschungsergebnisse zeigen, dass viele Beschwerden, wie beispielsweise
chronische Erschöpfung (CFS) oder Entzündungen, mit einem
sauren Mikromilieu in Verbindung stehen können. Dieser Kontext
führt neben einer mitochondrialen Dysfunktion dazu, dass
Immunzellen, wie beispielsweise T-Zellen, nicht mehr effektiv
funktionieren. Sie treten in einen Zustand der sogenannten
"Anergie", also Funktionsmangel, ein.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine gezielte Alkalisierung
diese Immunstarre nicht nur lösen, sondern auch den programmierten
Zelltod durch Eisen- oder Kupferüberladung (Ferroptose bzw.
Cuproptose) vermindern oder gar verhindern kann.
Die Rolle von Helferstoffen - Butyrat
und Polyphenole
Neben den klassischen Basenpuffern identifiziert die Wissenschaft
weitere Stoffe, die nur in einem regulierten Milieu optimal
funktionieren.
Butyrat, eine kurzkettige Fettsäure, die in einem gesunden
Darm hergestellt wird, unterstützt beispielsweise den Eisenexport
aus den Zellen und lindert so Entzündungen direkt im Darm.
Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Polyphenole (z. B. aus Ingwer
oder Kurkuma) benötigen ein stabiles Milieu, um als natürliche
"Metallsammler" (Chelatoren) fungieren zu können.
Welche Mineralstoffe unterstützen
Antioxidantien
Magnesium, Zink und Calcium sowie
alkalische Puffer wie das alte Hausmittel Natron verstärken
die Wirkung von Polyphenolen, durch Entsäuerung und ermöglichen,
blockiertes Eisen sicher aus den Zellen und Geweben abzutransportieren
oder dem Stoffwechsel zuzuführen. Diese Mineralstoffe wirken
dabei nicht als direkte Transporter, sondern stabilisieren
das chemische und physiologische Milieu, in dem die Polyphenole
(Phytochelatoren) agieren.

Natron
Im wissenschaftlichen Kontext der Stoffwechselregulation fungiert
Natron (Natriumbicarbonat) als biochemischer Hebel, der weit
über seine klassische Rolle als Säureblocker hinausgeht.
Es schafft im Verständnis einer (chronischen) Übersäuerung
neben anderen Säurehemmern erst die Grundlage für die Wirksamkeit
von Nahrungsergänzungsmitteln wie Polyphenolen.
Wissenschaftliche Quellen belegen, dass eine lokale oder systemische
Übersäuerung (Azidose) als fundamentaler "Blockierer"
des Metallstoffwechsels wirkt. In einem sauren Milieu - insbesondere
wenn der pH-Wert unter 5,5 sinkt - verliert Eisen seine sichere
Bindung in Proteinen. Es wird zu reaktivem, freiem Eisen,
welches über die Fenton-Reaktion aggressive Hydroxyl-Radikale
erzeugt und so Zellstrukturen sowie Mitochondrien schädigt.
Hier setzt die Wirkung von Säurehemmern
an:
Durch die gezielte Pufferung der extrazellulären Azidose
kann der Körper die "Eisen-Türen" (Ferroportin)
wieder öffnen und das Metall aus seinem sequesterierten,
toxischen Zustand befreien. Dieser Umstand geht weit über
die allgemeinen Zusammenhänge von Erschöpfungszuständen
hinaus und ist auch für ein gesundes Altern von großer Bedeutung.

Basische Nahrungsergänzung
ist in der modernen Medizin mehr als nur ein Wellness-Trend
- sie ist eine notwendige Voraussetzung, um biochemische Blockaden
zu lösen. Sie verhindert, dass lebenswichtige Nährstoffe
zur toxischen Last werden, schützt unsere Zellkraftwerke
vor "Rost" durch freie Radikale und ermöglicht
es dem Immunsystem, aus der säurebedingten Lähmung zu erwachen.
Ohne Berücksichtigung des Säure-Basen-Status bleiben viele
Therapien - insbesondere die Gabe von Eisen - oft unvollständig
oder bergen sogar das Risiko, Zellschäden zu verschlimmern.
Studien:
Azidose und Stoffwechsel bei pubmed (englisch)

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Mastzellen
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In einer zunehmend stressigen Welt
suchen viele Menschen nach natürlichen Möglichkeiten, ihre Stressreaktionen
zu modulieren und ihr Wohlbefinden zu verbessern.
Neben der Anpassung des eigenen Lebensstils mit ausreichend Schlaf,
regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung und der Schaffung eines
Ausgleichs durch Entspannungstechniken
wie Meditation, Yoga oder Atemübungen,
können ausgewählte Lebensmittel; Adaptogene,
L-Theanin aus grünem Tee
und weitere darauf abgestimmte Nahrungsergänzungsmittel den Körper
widerstandsfähiger gegen Stress machen.