Gemuesekiste

Gemüse - Sorten

Als Gemüse werden alle essbaren Pflanzenteile, wie Blätter (Spinat), Wurzeln (Karotten), Früchte (Tomaten), Stängel (Mangold), Samen (Hülsenfrüchte) und Blüten (Zucchini) bezeichnet, die nicht in die Kategorie Obst fallen.
Alternative Definitionen des Begriffs werden eher willkürlich angewandt, oft aufgrund kulinarischer und kultureller Traditionen. Ursprünglich wurde Gemüse von Jägern und Sammlern aus der Wildnis gesammelt und in verschiedenen Teilen der Welt kultiviert, wahrscheinlich in der Zeit von 10.000 bis 7.000 v. Chr., als sich eine neue landwirtschaftliche Lebensweise entwickelte. Zunächst wurden Pflanzen angebaut, die vor Ort wuchsen, doch im Laufe der Zeit brachte der Handel exotische Pflanzen von anderswo her, die die heimischen Sorten ergänzten. Heutzutage wird das meiste Gemüse überall auf der Welt angebaut, soweit es das Klima zulässt.
China ist der größte Gemüseproduzent und der globale Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ermöglicht es den Verbrauchern, Gemüse aus weit entfernten Ländern zu kaufen. Je nach Art des Gemüses folgt auf die Ernte die Sortierung, Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung.
Rohes Gemüse
Gemüse kann gekocht und je nach Sorte auch roh verzehrt werden. Es spielt eine wichtige Rolle in der menschlichen Ernährung, da es meist wenig Fett und Kohlenhydrate, aber viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthält. Besonders wichtig sind die antioxidativen Vitamine A, C und E. Gemüse enthält aber auch B-Vitamine, Blattgemüse ist besonders reich an Folsäure.
Wenn Gemüse ausreichend in die Ernährung aufgenommen wird, sinkt das Auftreten verschiedener Erkrankungen und chronischer Krankheiten. Viele Ernährungswissenschaftler empfehlen deshalb, viel Gemüse und Obst zu verzehren, wobei häufig fünf oder mehr Portionen pro Tag empfohlen werden. Bei dieser Angabe sind die Mahlzeiten miteinbezogen.
Die Vorteile für die Gesundheit stehen auch mit den oft zu wenig beachteten Ballaststoffen im Zusammenhang.

Einteilung nach Gemüsearten

Gemuese einkaufen
Während Gemüse heute in weiten Teilen der westlichen Welt vorwiegend als Beilage zu Fleisch und anderen Nahrungsmitteln gegessen wird, gehört es in Asien, im mittleren Osten und anderen Teilen der Welt noch immer zu den Grundnahrungsmitteln. Allerdings lässt sich in Europa, wie auch in Nordamerika, seit einiger Zeit wieder ein steigender Gemüseverbrauch verzeichnen.
Dies ist wohl vor allem auf die wachsende Erkenntnis zurückzuführen, wie wichtig Gemüse für eine gesunde Ernährung ist. Auch der steigenden Vielfalt an Gemüsesorten wird eine positive Auswirkung zuzuschreiben sein.
Frisches Gemuese
Blattgemüse
wie Kopfsalat, Eisbergsalat, Chicoree, Spinat u.a
Blütengemüse
wie Artischocke, Blumenkohl, Brokkoli u.a.
Fruchtgemüse
wie Gurke, Melonen, Kürbis, Zucchini, Aubergine, Tomate u.a.
Wurzel- oder Knollengemüse
wie Kartoffel, Karotte, Sellerie, Radieschen, Meerrettich u.a.

Beim Gemüseanbau ist der biologische Aspekt in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Vordergrund gerückt.
Gekennzeichnet werden Produkte aus ökologischer Landwirtschaft durch das staatliche Biosiegel sowie durch die Aufschrift: Aus kontrolliert biologischem Anbau.
Gemüse ist aufgrund seines Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen sehr gesund und wird neben dem herkömmlichen Verzehr auch zur Geschmacksgebung verwendet. Zudem hat es aufgrund des hohen Ballaststoffanteils eine wichtige Funktion für die Verdauung.
Gemuese blanchiert

Ethylen

Ethylen wird von einer Reihe von Früchten (Obst und Gemüse) während des Reifeprozesses abgegeben und stimuliert seinerseits den Reifevorgang. Diese Wirkung wird in der Landwirtschaft genutzt, um unreif geerntete Früchte nachreifen lassen. Bei reifen oder empfindlichen Früchten ist die Wirkung des Ethylens dagegen unerwünscht.
Obst und Gemüse unterscheiden sich zum Teil stark in ihrer Ethylenproduktion.
Viele Gemüsesorten sind durch Treibhausanbau oder Import das ganze Jahr über auf dem deutschen Markt erhältlich. Frühe Gemüsesorten (April bis Juni) sind mit Ausnahmen auch über den Sommer aus dem Inland verfügbar.
Wintergemüse
Gemüse / Herbst und Winter
(Oktober bis März - Saison)

Grünkohl, Kürbis, Oliven, Rote Bete, Rotkohl, Sauerkraut, Schwarzwurzeln, Weißkohl, Wirsing
Ganzjährig:
Bambussprossen, Lauch, Linsen, Knoblauch, Meerrettich, Möhren, Sellerie, Zwiebel, Kichererbsen

Sprossen ziehen - Besonders gut zum Keimen eignen sich neben Getreide alle Hülsenfrüchte, Alfalfa-, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Rettich und Bockshornklee.