Taoistische Atmung

Taoistische Atmung - Atemtechniken aus der traditionellen chinesischen Medizin und dem Qigong

Taoistische Atmung oder Tao-Atmung kann als Sammelbegriff für Atemtechniken aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), dem Qigong und daoistischen (daoistischen) Praktiken verstanden werden. Im Mittelpunkt steht das Ziel, den natürlichen Fluss des Qi (Lebensenergie) zu harmonisieren, den Geist (Shen) zu beruhigen und das Yin-Yang-Gleichgewicht im Körper zu fördern.
Die Tao-Atmung ist die natürliche Atmung des Menschen, die leider bei vielen Menschen durch Nervosität, Stress und falsche Körperhaltung verloren gegangen ist und zudem in der westlichen Weltanschauung grundsätzlich nicht integriert ist.
Yin-Yang-Gleichgewicht
Interessanterweise entspricht die Tao-Atmung hinsichtlich der CO2-Wirkung oft den Zielen moderner Atemmethoden wie der Buteyko-Methode. Beide Ansätze basieren auf einer gezielten Reduktion der Atemfrequenz und einer kontrollierten CO2-Retention, um den Körper an eine höhere CO2-Toleranz zu gewöhnen. Dies führt zu einer verbesserten Sauerstoffverwertung (Bohr-Effekt), einer Stimulation des Parasympathikus und einer tiefen Stressreduktion.
Tao-Atmung verbindet somit traditionelle energetische Prinzipien mit messbaren physiologischen Effekten und bietet einen integrativen Ansatz, der sowohl die körperliche Gesundheit als auch das emotionale und mentale Gleichgewicht unterstützt.

Was bedeutet Qi Gong?

Qi Gong bezeichnet ein System von Übungen zur Stärkung, Gesunderhaltung und Lenkung des Qi und hat seine Wurzeln in der Philosophie des Taoismus. Qigong hilft dabei, das Körperbewusstsein, den Geist, die Energie und die Gedanken mit Hilfe der Atmung zu lenken und dadurch die Gesundheit zu fördern, das Wohlbefinden zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern.
Qigong = "Arbeit mit der Lebensenergie"
Qi Gong lässt sich in mehrere Bereiche unterteilen. Zum einen in die Begriffe Nei Gong und Wai Gon, wobei ersteres die inneren Übungen, also die innere Bewegung des Qi, bezeichnet und Wai Gong die äußeren Übungen, also die körperliche Arbeit mit dem Qi. Für Nei Gong wird oft auch der Begriff Jing Gong (Ruheübungen), die fast ohne Körperbewegung ausgeführt werden, und für Wai Gong der Begriff Dong Gong (Bewegungsübungen) verwendet.
Lebensenergie
Tiao Xi = "Regulierung der Atmung"
Tiao Xi beschreibt die Regulierung des Atems, während Qigong den umfassenderen Rahmen bildet, der Atem, Bewegung und Geist vereint. In daoistischen Lehren wird auch der Begriff "Xing Qi" verwendet, was "das Qi lenken" bedeutet.

Aktive körperliche Übungen des Qigong:
- Die Atmung ist langsam, lang und tief. Das Atemmuster kann von der Bauchatmung zur Atmung in Kombination mit Sprachlauten wechseln.
- Die Bewegungen sind in der Regel sanft und fließend und zielen auf Entspannung ab.
- Die Aufmerksamkeit wird fokussiert und visualisiert.
Dynamische (aktive) Qigong-Techniken konzentrieren sich hauptsächlich auf Körperbewegungen, insbesondere Bewegungen des ganzen Körpers oder der Arme und Beine. Meditative (passive) Qigong-Techniken können in jeder Körperhaltung praktiziert werden, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann und beinhalten Atem- und Geistesübungen, die fast ohne Körperbewegungen auskommen.
Stressprävention
Dan Tian-Atmung (Bauchatmung)
- Fördert die CO2-Retention durch tiefe, langsame Atemzüge.
- Aktivierung des Parasympathikus (vegetatives Nervensystem) durch tiefe Entspannung.
- Verbessert die Durchblutung der inneren Organe.

Aufrecht sitzen oder stehen, Aufmerksamkeit auf den Unterbauch (Dan Tian) richten. Tief durch die Nase einatmen, so dass sich der Bauch leicht nach außen wölbt. Langsam und kontrolliert durch die Nase ausatmen, der Bauch zieht sich nach innen. Nach dem Ausatmen einige Sekunden Pause machen.

Individuelle Betreuung:
Bei Bedarf hilft regelmäßige und individuelle Unterstützung, um auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben.
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