Aminosäuren aus Protein

Aminosäuren - Protein

Aminosäuren sind sozusagen die Bausteine der Proteine.
Die in jeder Aminosäure vorhandenen Elemente sind Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Zusätzlich ist Schwefel in den Seitenketten von Cystein und Methionin (den einzigen schwefelhaltigen Aminosäuren) enthalten.

Essentielle Aminosäuren in der menschlichen Ernährung

Protein

Werden Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen, werden sie entweder zur Synthese von Proteinen und anderen Biomolekülen oder als Energiequelle verwendet.
Der Oxidationsweg beginnt mit der Entfernung der Aminogruppe durch eine Transaminase; die Aminogruppe wird dann dem Harnstoffzyklus zugeführt. Das andere Produkt der Transamidierung ist eine Ketosäure, die in den Zitronensäurezyklus eingeht.
Glucogene Aminosäuren können auch durch Gluconeogenese in Glukose umgewandelt werden. Transamidierung bezeichnet die ATP-abhängige Übertragung der Amidstickstoffgruppe (Amide) des Glutamins.
ATP (Adenosintriphosphat) wiederum ist ein Nukleotid, nämlich das Triphosphat des Nucleosids Adenosin. Adenosintriphosphat ist der universelle und unmittelbar verfügbare Energieträger in Zellen und ein wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse.
<span class="Text_fett">Aminosäure</span> Struktur - Lysin
Von den 21 Aminosäuren gelten 9 Aminosäuren für den erwachsenen Menschen als unentbehrlich also essentiell, nämlich:
Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Phenylalanin, Methionin, Threonin, Tryptophan und Valin.
Da der menschliche Körper sie nicht aus anderen Verbindungen in der für den normalen Bedarf erforderlichen Menge synthetisieren kann und sie daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
Darüber hinaus gelten Cystein, Tyrosin und Arginin als semiessenzielle Aminosäuren und Taurin als semiessenziell bei Kindern.

Katabolismus
Der Abbau von Aminosäuren erfolgt häufig durch Desaminierung. Als Desaminierung oder Deaminierung bezeichnet man die chemische Abspaltung einer Aminogruppe als Ammonium-Ion oder als Ammoniak.
Bei vielen Wirbeltieren wird die Aminogruppe anschließend über den Harnstoffzyklus entfernt und in Form von Harnstoff ausgeschieden. Beim Abbau von Aminosäuren kann jedoch stattdessen auch Harnsäure oder Ammoniak entstehen.
Ammoniak ist stark basich und kann im Körper/Darm zu erheblichen Problemen führen, u.a. kann es die Damflora, also das Mikrobiom durch den pH Wert beeinflussen.

Aminosäuren als Neurotransmitter

Manche Aminosäuren spielen eine wichtige Rolle als Stoffwechselzwischenprodukte, wie z. B. bei der Biosynthese des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA).
Aminosäuren werden auch zur Synthese anderer Moleküle verwendet:
- Tryptophan ist eine Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin.
- Tyrosin (und sein Vorläufer Phenylalanin) sind Vorläufer der Katecholamin-Neurotransmitter Dopamin, Epinephrin und Norepinephrin sowie verschiedener Spurenamine.
- Glycin ist eine Vorstufe von Porphyrinen wie Häm.
- Arginin ist eine Vorstufe von Stickstoffmonoxid.
- Ornithin und S-Adenosylmethionin sind Vorstufen von Polyaminen.
- Aspartat, Glycin und Glutamin sind Vorstufen von Nukleotiden.
Eier

Eier - Hühnereier

Eier gehören zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln, denn sie enthalten hochwertiges Eiweiß in der idealen Kombination an Aminosäuren.
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