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Im Plantagenanbau werden die Vanilleblüten aufwendig
von Hand bestäubt. Kein Wunder also, daß echte Vanille entsprechend
teuer ist. Nach dem Verblühen entwickeln sich die 10-25 cm langen Kapseln
(meist Schoten genannt).
Da reife Kapseln aufspringen und sich entleeren, werden sie nach etwa
acht Monaten, wenn sie sich gelblich färben, abgeschnitten, künstlich
gereift und getrocknet. Dabei entwickelt sich in den fast geruchlosen,
einen scharfen Milchsaft enthaltenden Kapseln, ein schwarz-braunes Mus,
in das zahlreich kleine Samen eingebettet sind. Dieses Mus ist der Träger
des Vanillearomas. Der wichtigste aromatische Bestandteil ist das zu
etwa 1-2 % vorhandene Vanillin. Der Reifungsprozeß ist ein fermentativer
Vorgang, bei dem das in der Kapsel ursprünglich in chemischer Bindung
an Zucker vorhandene Vanillin freigemacht wird und sich noch weitere
Aromastoffe wie Zimt- und Anisverbindungen bilden. Durch die Fermentation
und ein anschließendes Trocknungsverfahren entsteht die typisch
tiefbraun bis schwarze Farbe und der einzigartige Duft.
Weiße Stellen auf den Vanillestangen deuten nicht auf Verderb, sondern
auf feine, weiße Vanillekristalle hin.
Vanille gut verschlossen und trocken aufbewahren, denn sie nimmt leicht
fremde Gerüche an. Auch aus diesem Grund wird Vanille aufwendig in Glas
verpackt. Ganze Stangen am besten luftdicht im Originalglas, dunkel
und kühl aufbewahren.
Zum verwenden wird die Schote längs aufgeschnitten und das Mark herausgekratzt.
Wenn möglich die Schote mitkochen lassen, denn sie enthält ebenso Aromastoffe.
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