
Nüsse |
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Unter einer Nuß versteht der Botaniker eine einsamige
Frucht, die von einer harten, holzartigen, fest verschlossenen Fruchtwand
umgeben ist. Demnach trägt zum Beispiel die Eiche richtige Nüsse (Eicheln)
und - so merkwürdig das klingen mag - die Erdbeere.
(Wer sich eine Erdbeere genau ansieht, entdeckt auf dem roten Fruchtfleisch
die vielen winzigen Nüsse). Walnuß, Mandel und Pistazie dagegen sind
Steinfrüchte wie etwa die Kirsche oder der Pfirsich. Nur ist das Fruchtfleisch,
dass sie umgibt, ungenießbar und wird vor dem Verzehr entfernt. |
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Als pflanzliche Produkte enthalten Nüsse und Samen
kein Cholesterin, dafür aber wichtige Ballaststoffe. Besonders hoch
ist der Ballaststoffgehalt bei Paranüssen. Die meisten Nüsse enthalten
sehr viel Magnesium, Kupfer und Kalium. Sie sind außerdem reich an Vitamin
B1 und Folsäure und enthalten meistens noch etwas Eisen, Pantothensäure
und Vitamin B2.
Cashewnuss Die Cashewnüsse sind die Steinfrüchte eines bis zu 12 m hohen Baumes, der in Südamerika und Westindien wächst. Die grünlich gefärbten nierenförmigen Früchte sitzen an einem dicken, fleischigen Fruchtstiel, der wie eine Birne aussieht und in den Anbauländern als Obst gegessen wird. Bei uns sind nur die Kerne erhältlich. Der Cashewkern hat einen Durchmesser von 2,5 cm und wird von zwei Schalen umschlossen. Die dünne, weich Außenschale ist zunächst olivgrün, verfärbt sich jedoch während der Reifung rötlich braun. Die innere Schale ist sehr hart und kann nur schwer aufgebrochen werden. Zwischen den beiden Schalen befindet sich ein harziges Öl. Insgesamt ist bis zum fertigen Cashewkern ist ein recht zeitaufwendige Verarbeitung erforderlich. |
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Colanuss
Die Colanuss ist die Frucht eines Baumes, der ursprünglich aus Westafrika stammt. Er ist mit dem Kakaobaum verwandt und erreicht eine Höhe von 15 bis 20 m. Von den etwa 50 verschiedenen Colabaumsorten sind Cola nitida und Cola acuminata wirtschaftlich gesehen am wichtigsten, da aus ihnen Colagetränke hergestellt werden. Colabäume, die nach etwa 15 Jahren zum ersten Mal Früchte tragen, erbringen eine jährliche Ernte von 45 bis 55 kg Nüssen. Diese sitzen in Fruchtkapseln, von denen jede drei bis zehn unregelmäßig geformte, fleischige Samen enthält, die zwischen 2 und 4 cm lang sind. |
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Frisch sind die Samen rosa, rot oder weiß; getrocknet
werden sie hart, bekommen eine braune Färbung und haben einen bitteren,
strengen Geschmack. Die Colanuss ist hierzulande im Handel fast nur
als Pulver zermahlen erhältlich. Sie entfaltet aufgrund ihres hohen
Koffeingehaltes, im Unterschied zum Koffein aus Kaffee, eine etwas andere
stimulierende Wirkungsweise.
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| Paranuss |
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Die Paranuss auch Tucannuss genannt ist die Frucht
eines Baums, der in Brasilien und Paraguay heimisch ist und bis zu 60
m hoch werden kann, während sein Stamm einen Durchmesser von 1 bis 2
m erreicht. Er gedeiht in den Regenwäldern des Amazonas, in Guayana,
Venezuela, Bolivien, Peru und Ecuador und trägt erst nach 12 bis 15
Jahren eine größere Anzahl an Früchten. Der Baum entwickelt kokosnussähnliche
Kapselfrüchte mit einem Durchmesser von 8 bis 30 cm und einem Gewicht
von 1 bis 3 kg. In jeder Kapselfrucht sitzen dicht gedrängt 12 bis 40
längliche Paranüsse, deren fester gelblicher Kern im Geschmack der Kokosnuss
ähnelt. Die Nüsse werden von einer faserigen Substanz zusammengehalten,
die mit zunehmender Reifung immer trockener wird und schließlich aufbricht.
Die Kapseln fallen zu Boden, und die Fasern lösen sich von den Nüssen.
Um die harten Nussschalen zu öffnen, gibt es eine spezielle Technik.
Zuerst die schmale Seite in ihrer ganzen Länge leicht anknacken, dann
die Nuss quer in den Nussknacker stellen und vorsichtig aber kräftig
drücken. Neben dem hohen Eiweiß- und Fettgehalt - bis zu 70% - besitzt
die Paranuss im Vergleich zu anderen Nussarten auch noch einen sehr
hohen Anteil an Mineralstoffen wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium,
Phosphor, Selen und Zink.
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Pekannuss Die am ehesten der Walnuß ähnliche Kerne kommen aus Texas, wo sie auf Plantagen angebaut werden. Pekannüsse sind die Früchte des großen Hickorybaums, der aus dem Mississippi-Delta in den USA stammt. Von den über 300 verschiedenen Pekannusssorten gedeiht eine Sorte auch im kühleren Klima Kanadas. Pekannüsse werden maschinell von den Bäumen geschüttelt und eingesammelt. |
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Die Pekannuss besteht aus einem länglichen weißlichen
Kern, der zweigeteilt ist wie bei einer Walnuß und von einem dünnen
braunen Häutchen bedeckt ist. Die äußere bräunliche Schale ist hart,
glatt und oval geformt. Diese Schale wird von einer dickfleischigen
grünen Außenhülle bedeckt, die in vier Teile aufbricht, sobald die Frucht
ausgereift ist. Pekannüsse sind je nach Sorte zwischen 2 und 4 cm lang,
wobei die Größe keinen Einfluß auf die Qualität hat. Bis zu 3
Wochen nach der Ernte schmecken die Nüsse am besten. |
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