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Nüsse / Sorten

   

Unter einer Nuß versteht der Botaniker eine einsamige Frucht, die von einer harten, holzartigen, fest verschlossenen Fruchtwand umgeben ist. Demnach trägt zum Beispiel die Eiche richtige Nüsse (Eicheln) und - so merkwürdig das klingen mag - die Erdbeere. (Wer sich eine Erdbeere genau ansieht, entdeckt auf dem roten Fruchtfleisch die vielen winzigen Nüsse). Walnuß, Mandel und Pistazie dagegen sind Steinfrüchte wie etwa die Kirsche oder der Pfirsich. Nur ist das Fruchtfleisch, dass sie umgibt, ungenießbar und wird vor dem Verzehr entfernt.
Die Erdnuß ist wie die Bohne eine Hülsenfrucht, die Paranuss eine Kapselfrucht. Nur die Haselnuß macht in dieser Reihe eine Ausnahme, denn sie ist wirklich eine Nuss. Eine Ausnahme stellt sie noch in anderer Hinsicht dar: Es gibt sie als einzige, schon immer bei uns.
Alle anderen kommen aus südlichen Ländern, die Walnuß zum Beispiel brachten die Römer mit in den Norden. Bleibt nun die Frage, weshalb man all diese verschiedenen Kerne "Nüsse" genannt hat. Nun, sie haben alle eine mehr oder weniger harte Schale, einen festen Kern und einen ähnlich definierbaren nußartigen Geschmack.
Nüsse haben einen hohen Fettgehalt und sind entsprechend kalorienreich, der Nährwert der einzelnen Sorten ist jedoch sehr unterschiedlich. Das in Nüssen enthaltene Fett besteht überwiegend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wobei die Kokosnuss eine Ausnahme darstellt, da sie hauptsächlich gesättigte Fettsäuren enthält.

 
Mandeln
 
Macademia
 
Pekannuss
Als pflanzliche Produkte enthalten Nüsse und Samen kein Cholesterin, dafür aber wichtige Ballaststoffe. Besonders hoch ist der Ballaststoffgehalt bei Paranüssen. Die meisten Nüsse enthalten sehr viel Magnesium, Kupfer und Kalium. Sie sind außerdem reich an Vitamin B1 und Folsäure und enthalten meistens noch etwas Eisen, Pantothensäure und Vitamin B2.

Cashewnuss

Die Cashewnüsse sind die Steinfrüchte eines bis zu 12 m hohen Baumes, der in Südamerika und Westindien wächst. Die grünlich gefärbten nierenförmigen Früchte sitzen an einem dicken, fleischigen Fruchtstiel, der wie eine Birne aussieht und in den Anbauländern als Obst gegessen wird. Bei uns sind nur die Kerne erhältlich.
Der Cashewkern hat einen Durchmesser von 2,5 cm und wird von zwei Schalen umschlossen. Die dünne, weich Außenschale ist zunächst olivgrün, verfärbt sich jedoch während der Reifung rötlich braun. Die innere Schale ist sehr hart und kann nur schwer aufgebrochen werden. Zwischen den beiden Schalen befindet sich ein harziges Öl. Insgesamt ist bis zum fertigen Cashewkern ist ein recht zeitaufwendige Verarbeitung erforderlich.
 
Colanuss

Die Colanuss ist die Frucht eines Baumes, der ursprünglich aus Westafrika stammt. Er ist mit dem Kakaobaum verwandt und erreicht eine Höhe von 15 bis 20 m. Von den etwa 50 verschiedenen Colabaumsorten sind Cola nitida und Cola acuminata wirtschaftlich gesehen am wichtigsten, da aus ihnen Colagetränke hergestellt werden. Colabäume, die nach etwa 15 Jahren zum ersten Mal Früchte tragen, erbringen eine jährliche Ernte von 45 bis 55 kg Nüssen. Diese sitzen in Fruchtkapseln, von denen jede drei bis zehn unregelmäßig geformte, fleischige Samen enthält, die zwischen 2 und 4 cm lang sind.
  Colanuss
Frisch sind die Samen rosa, rot oder weiß; getrocknet werden sie hart, bekommen eine braune Färbung und haben einen bitteren, strengen Geschmack. Die Colanuss ist hierzulande im Handel fast nur als Pulver zermahlen erhältlich. Sie entfaltet aufgrund ihres hohen Koffeingehaltes, im Unterschied zum Koffein aus Kaffee, eine etwas andere stimulierende Wirkungsweise.
 
Erdnuss / Rezepte

Erdnussbutter
Haselnuss
Kokosnuss / Kokosfett / Kokosraspel
Mandel
Macadamianuss
 
Paranuss
 
  Erdnuss
Die Paranuss auch Tucannuss genannt ist die Frucht eines Baums, der in Brasilien und Paraguay heimisch ist und bis zu 60 m hoch werden kann, während sein Stamm einen Durchmesser von 1 bis 2 m erreicht. Er gedeiht in den Regenwäldern des Amazonas, in Guayana, Venezuela, Bolivien, Peru und Ecuador und trägt erst nach 12 bis 15 Jahren eine größere Anzahl an Früchten. Der Baum entwickelt kokosnussähnliche Kapselfrüchte mit einem Durchmesser von 8 bis 30 cm und einem Gewicht von 1 bis 3 kg. In jeder Kapselfrucht sitzen dicht gedrängt 12 bis 40 längliche Paranüsse, deren fester gelblicher Kern im Geschmack der Kokosnuss ähnelt. Die Nüsse werden von einer faserigen Substanz zusammengehalten, die mit zunehmender Reifung immer trockener wird und schließlich aufbricht. Die Kapseln fallen zu Boden, und die Fasern lösen sich von den Nüssen. Um die harten Nussschalen zu öffnen, gibt es eine spezielle Technik. Zuerst die schmale Seite in ihrer ganzen Länge leicht anknacken, dann die Nuss quer in den Nussknacker stellen und vorsichtig aber kräftig drücken. Neben dem hohen Eiweiß- und Fettgehalt - bis zu 70% - besitzt die Paranuss im Vergleich zu anderen Nussarten auch noch einen sehr hohen Anteil an Mineralstoffen wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Selen und Zink.
 

Pekannuss

Die am ehesten der Walnuß ähnliche Kerne kommen aus Texas, wo sie auf Plantagen angebaut werden. Pekannüsse sind die Früchte des großen Hickorybaums, der aus dem Mississippi-Delta in den USA stammt. Von den über 300 verschiedenen Pekannusssorten gedeiht eine Sorte auch im kühleren Klima Kanadas. Pekannüsse werden maschinell von den Bäumen geschüttelt und eingesammelt.

  Pekannuss

Die Pekannuss besteht aus einem länglichen weißlichen Kern, der zweigeteilt ist wie bei einer Walnuß und von einem dünnen braunen Häutchen bedeckt ist. Die äußere bräunliche Schale ist hart, glatt und oval geformt. Diese Schale wird von einer dickfleischigen grünen Außenhülle bedeckt, die in vier Teile aufbricht, sobald die Frucht ausgereift ist. Pekannüsse sind je nach Sorte zwischen 2 und 4 cm lang, wobei die Größe keinen Einfluß auf die Qualität hat. Bis zu 3 Wochen nach der Ernte schmecken die Nüsse am besten.

Pinienkerne
Pistazien
Walnuss

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