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Das Aussehen
Die Farbe eines vor hellem (weißen) Hintergrund
im Glas hin und hergeschwenkten Weines gibt ersten Aufschluß.
Große Weine zeichnen sich durch eine auffällig satte und frische
Farbe aus. |
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Braun: Außer bei Sherry und Madeira
ein Zeichen für zu hohes Alter.
Grau: Sehr blaßfarbener Rosé,
Spezialität einiger Gegenden Frankreichs.
Intensiv: Undefinierbare Farbbezeichnung.
Maderisiert: Infolge Oxydation
und Alterung eintretende bräunliche Färbung.
Perlierend: Leichte Entwicklung
von Kohlensäure, die Bläschen im Glas bildet.
Purpurfarben (junge Farbe): Durchscheinend
bei jungem Beaujolais, satt bei Rotweinen, die lange altern müssen.
Rosé: Rosa, weder rot noch weiß;
abwertende Bezeichnung bei Rotwein
Rubinfarben: Besonders für Portwein
das volle Rot des jungen Weines.
Schwärzlich: Junger, wahrscheinlich
gerbstoffreicher Wein, der lange reifen muß.
Tawny (für Portwein): Dunkle Bernsteinfarbe
von altem Wein.
Ziegelrot: Farbe eines reifen
roten Bordeaux
Zwiebelfarbe: ins Orange spielende
Braunfärbung bereits leicht oxydierter Weine.
Der Geschmack
Als Verkoster nimmt man nicht nur einen kleinen Schluck, sondern einen
Mundvoll Wein und spült ihn im Mund hin und her. Ist er vollmundig oder
mager? Wie hoch ist der Gerbstoffgehalt (junger Rotwein)?
Man benutz in Fachkreisen auch Namen von Pflanzen und Mineralien, deren
chemische Bestandteile sich in Spuren bestimmter Weinen wiederfinden.
Unter anderem stellt man die folgenden Analogien her:
Apfelgeschmack: Guter junger
Wein enthält oft Apfelsäure.
Blumig: Vollaromatisches, angenehm
duftendes Traubenbukett
Bodengeschmack: Je nach Standort:
Vorzug oder Nachteil, bei italienischen Weinen häufig.
Eichengeschmack: Der Faßcharakter,
sollte nicht zu weit hervortreten. Feuersteingeschmack:
Bei manchen Weißweinen, z. B. Pouilly Fumé.
Fruchtig: Duft und Geschmack nach
frischen Trauben.
Gewürzgeschmack: Sehr deutlich
bei Traminern und Gewürztraminern.
Honigsüße: Besonders im Zusammenhang
mit der (Edelfäule) großer süßer Weine. Himbeergeschmack:
Häufig bei guten Rotweinen, insbesondere aus Bordeaux.
Nußgeschmack: Tritt besonders
bei gut gealterten Weinen auf, sehr ausgeprägt bei gutem, altem Sherry.
Pfirsichgeschmack: In Verbindung
mit bestimmten Fruchtsäuren.
Rapsig: Nach grünem Holz schmeckend;
kann bei einem nicht voll ausgereiften Jahrgang auftreten.
Schwarze Johannisbeere: Geruch
und Geschmack vieler Rotweine.
Vanillegeschmack: Nimmt Wein und
(in weit stärkerem Maße) Branntwein bei Eichenholzlagerung an.
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Der Geruch
Die Blume eines Weines sagt viel über seine Eigenschaften aus.
Der erste Geruchs-eindruck ist zudem entscheidend. Gibt es einen
fremden oder untypischen Beigeruch?
Altersgeruch: Kennzeichen
oxydierter gespriteter Weine, Spezialität. Südwestfrankreichs
und Kataloniens
Aroma: Der einfache Traubengeruch
des jungen Weines.
Blumig oder duftig: Angenehm
duftender Wein.
Bukett: Summe der Duftstoffe
eines guten, reifen Weines.
Hefegeruch: Kann bei jungem
Wein ansprechend sein, wenngleich er meist darauf hindeutet, daß
der Wein eine leichte Flaschengärung hinter sich hat und unstabil
ist.
Korkgeruch: Der sich auf
den Wein überträgt, kann man am Weinkorken
riechen und im Wein schmecken.
Schwefelgeruch: Geruch mancher
zur Konservierung geschwefelter Weine; verflüchtigt sich normalerweise
bei ausreichender Luftberührung.
Allgemeine Beurteilungen
Abgang: Anhaltender Nachgeschmack
guter Weine.
Alt (Firn): Zu alt, ermattet,
ohne Frische.
Arm: Zuwenig Körper.
Elegant: Angenehm, gut,
nicht gerade voll.
Fad oder Matt: Mangel an
Säure.
Fest: Wein mit richtig abgestimmtem
Säuregrad.
Feurig: Stark, reif und
vollmundig.
Finesse: Inbegriff der Feinheit.
Flach - Dünn: Keine besonderen
Geruchs- oder Geschmacksmerkmale.
Frisch - Lebendig: Gesunder
junger Wein mit ansprechendem Säure- u. Kohlensäuregehalt.
Fruchtig: Von Aroma und
Säure der Trauben geprägt, manchmal an andere Früchte erinnernd.
Groß: Sämtliche Eigenschaften
in höchster Vollendung.
Hart: viel Säure, unharmonisch.
Herb: Gerbstoffreicher noch
nicht ganz ausgereifter Wein.
Körperreich: Extrakt- und
Glyzerinreich. Kräftig:
Hinreichend alkoholhaltig.
Lieblich: Angenehm, wenig
ausdrucksvoll Mächtig: Alle
(positiven) Eigenschaften, besonders der Alkoholgehalt, stark
ausgebildet.
Mild: Säurearm, aber ansprechend
und reif. Mundig: Ansprechend,
zum Trinken.
Plump: Unharmonisch, schwer.
Ölig: Hoher Extrakt-
und Glyzeringehalt.
Rassig: Elegant, ansprechende
Säure, von frischer, feiner Art.
Reif: Fertig voll entwickelt.
Rund: Harmonisch, körperreich.
Samtig: Ausgewogenes Zusammenspiel
von Alkohol und Körper bei Rotweinen.
Schwer: Hoher Alkohol- und
Extraktgehalt. Spritzig:
Frisch, angenehm kohlensäurereich.
Stark: Alkoholreich, Süffig.
Leicht: Ansprechend Trocken
Wuchtig: Alkohol- und körperreich
Zart - leicht, harmonisch, keine hoch ausgebildeten Merkmale.
Beim Herunterschlucken tritt durch die Wärme in der Mundhöhle
eine deutliche Geschmacksempfindung ganz hinten am Gaumen ein.
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