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Wein Frankreich / St-Estèphe

   
Die Kiesbänke, die dem Médoc und seinen Weinen Charakter und Qualität verleihen, längs der Gironde verlaufen und gegen Westen durch kilometertiefe Wälder geschützt sind, laufen bei St-Estèphe aus. Dieser Ort ist die nördlichste der vier berühmten Gemeinden, die das Herz des Médoc ausmachen.
Eine kleiner Bach trennt es von Pauillac und entwässert zum einen die Weinberge des Château Lafite, aber auch die anderen drei, der insgesamt fünf klassifizierten Lagen von St-Estèphe, wie Château Cos-d'Estournel, Lafon-Rochet und Cos-Labory. Die Bodenverhältnisse in Pauillac und St-Estèphe sind unterschiedlich. Je weniger Kies die Gironde abgelagert hat, desto lehmhaltiger ist der Boden.
Weiter oberhalb, in Margaux ist der Lehmanteil sehr gering. In St-Estèphe ist der Boden schwerer und entwässert langsamer. Die Weine haben einen höheren Säuregehalt, sind voller, haben mehr Charakter und oft ein schwächeres Bukett, entfalten jedoch im Mund einen ausreichenden Geschmack.
Es handelt sich um kernige Rotweine, die beim Altern milder werden, aber voll und rund bleiben.
  Bordeaux (Stadt)St-EstèpheSt-Estèphe
Eine der großartigsten unter den klassifizierten Sorten ist der Château Cos-d'Estournel. Neben dem Château Montrose erzeugt dieses Weingut die vollsten und besten der St-Estèphe Weine, meist stark, dunkelrot und langlebig.
St-Estèphe ist vor allem für seine Crus Bourgeois bekannt. Was wörtlich „Bürgerliches Gewächs“ bedeutet und eine Kategorie qualitätsorientierter Weingüter bezeichnet.
Kleine Weinbauern, von denen manche ein Weingut mit Eigennamen, andere nur eine kleine Rebparzelle besitzen, geben ihre Trauben an die Genossenschaft, die ihren besseren Wein als "Marquis de St-Estèphe" verkauft. Auch in so berühmten Gemeinden wie dieser spielen also Winzergenossenschaften eine bedeutende Rolle.
Nördlich von St-Estèphe läuft die Kiesbank zungenförmig aus, einen Flußschlickboden, auf dem kein Edelwein gedeiht. An der Spitze dieser Zunge liegt das Dorf St-Seurin-de-Cadourne mit einem halben Dutzend Crus Bourgeois. Wenngleich nicht so ausdrucksvoll und vornehm wie die aus St-Estèphe, sind diese Weine doch oft erstaunlich gut.
An der Grenze der Gemarkung St-Seurin endet auch das Haut-Médoc. Alle Weine, die jenseits dieser Linie wachsen, dürfen lediglich die Appellation Médoc führen.
Loudenne erzeugt einen leichten Wein guter Qualität.
 
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