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Wein Frankreich / Sauternes und Barsac

   
Der berühmte weiße Sauternes ist eine Spezialität, die in Frankreich völlig konkurrenzlos dasteht und lediglich in Deutschland Konkurrenten findet. Sie beruht auf örtlichen Lagebedingungen und einem ungewöhnlichen Verfahren der Herstellung.
In guten Jahren kann das Ergebnis ganz außerordentlich sein, ein sehr süßer, körperreicher, fruchtig-blumiger und goldglänzender Wein.
In anderen Jahren kann er wieder völlig anders ausfallen. Vor allem sind es die berühmten Châteaux von Sauternes, denen ein solcher Wein gelingt. Gewöhnlicher Sauternes, gleich ob er den Zusatz Haut oder Supérieur führt, ist ein normal süßer Weißwein.
Das besondere Verfahren besteht darin, daß ein Weinberg acht- bis neunmal gelesen wird, und zwar von September bis manchmal in den Dezember hinein.
Auf diese Weise wird die besondere Schimmelpilzart (von den Wissenschaftlern Botrytis cinerea / Edelfäule genannt) ausgiebig mitgeerntet, sie bildet sich an milden, dunstigen Herbsttagen und statt den Trauben einen Fäulnisgeschmack zu geben, entzieht sie ihnen einen Teil des Wassers und bewirkt, daß sich Zucker und Extraktstoffe im Traubensaft stärker konzentrieren.
  Bordeaux (Stadt)Sauternes und Barsac

Das Resultat ist ein Wein mit einer derartigen Intensität an Geschmack, eines Buketts und einer fast öligen Konsistenz, wie er auf andere (althergebrachte) Weise nicht hergestellt werden kann. Voraussetzung ist aber, daß man die Trauben dann erntet, wenn sie zu schrumpfen anfangen. Die Erträge sind folglich recht gering.
Sauternes war der einzige Bezirk außerhalb des Médoc, der 1855 klassifiziert wurde. Château Yquem wurde als Grand Premier Cru bewertet und somit als einziger Bordeaux auf diese eigens für ihn geschaffene Rangstufe gestellt.
Außer dem Ort Sauternes selbst, dürfen vier weitere Gemeinden diese Ursprungs- bezeichnung führen. Barsac ist die größte davon und hat das Recht, ihren Wein entweder Sauternes oder Barsac zu nennen. Jede dieser fünf Gemeinden hat mindestens ein erstklassifiziertes Weingut aufzuweisen.
Der allerbeste Sauternes, der manchmal sogar an den des Château Yquem heranreicht, dürfte aus den Weingütern Suduiraut in Preignac, Rayne-Vigneau in Bommes, Rieussec in Fargues sowie Coutet und Climens in Barsac kommen. Ein Sauternes dieser Qualität ist ungeheuer haltbar und eine lange Lagerzeit bekommt ihm besser als jedem anderen Weißwein. In seiner Jugend ist er so süß, daß seine Feinheiten dadurch überdeckt werden. Allmählich nimmt er einen wärmeren Farbton und einen runderen Geschmack an. Schließlich "maderisiert" er, verfärbt sich bräunlich und verliert einen Teil seines Zuckergehalts - bis dahin können jedoch vierzig Jahre vergehen.

 
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