|
|

Wein Frankreich / Sauternes und Barsac |
||||||||||||||||
|
Der berühmte weiße Sauternes ist eine Spezialität,
die in Frankreich völlig konkurrenzlos dasteht und lediglich in Deutschland
Konkurrenten findet. Sie beruht auf örtlichen Lagebedingungen und einem
ungewöhnlichen Verfahren der Herstellung.
In guten Jahren kann das Ergebnis ganz außerordentlich sein, ein sehr süßer, körperreicher, fruchtig-blumiger und goldglänzender Wein. In anderen Jahren kann er wieder völlig anders ausfallen. Vor allem sind es die berühmten Châteaux von Sauternes, denen ein solcher Wein gelingt. Gewöhnlicher Sauternes, gleich ob er den Zusatz Haut oder Supérieur führt, ist ein normal süßer Weißwein. Das besondere Verfahren besteht darin, daß ein Weinberg acht- bis neunmal gelesen wird, und zwar von September bis manchmal in den Dezember hinein. Auf diese Weise wird die besondere Schimmelpilzart (von den Wissenschaftlern Botrytis cinerea / Edelfäule genannt) ausgiebig mitgeerntet, sie bildet sich an milden, dunstigen Herbsttagen und statt den Trauben einen Fäulnisgeschmack zu geben, entzieht sie ihnen einen Teil des Wassers und bewirkt, daß sich Zucker und Extraktstoffe im Traubensaft stärker konzentrieren. |
![]() |
|||||||||||||||
|
Das Resultat ist ein Wein mit einer derartigen Intensität
an Geschmack, eines Buketts und einer fast öligen Konsistenz, wie er
auf andere (althergebrachte) Weise nicht hergestellt werden kann. Voraussetzung
ist aber, daß man die Trauben dann erntet, wenn sie zu schrumpfen anfangen.
Die Erträge sind folglich recht gering. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||