
Wein / Portwein |
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Portwein kommt aus einer der rauhesten Weinkultur-Landschaften
der Welt. Er wächst im Tal des oberen Douro, der sich von Spanien aus,
durch ein bis zu 1000m hohes Hochland, seinen Weg zum Atlantik gebahnt
hat. Er wird gewonnen indem man teilver-gorenen Rotwein in ein zu einem
Viertel mit Branntwein gefülltes Faß gibt, solange mindestens sein halber
Traubenzuckergehalt noch unvergoren ist.
Der Branntwein stoppt die Fermentation, so daß die Mischung stark und süß zugleich ist. Ferner braucht der Port die Pigmente der Traubenhülsen, damit er die richtige Färbung annimmt, sowie das in ihnen enthaltene Tannin als Konservierungsstoff. Normalerweise werden diese Stoffe bei der Wein-bereitung im Verlauf der Gärung extrahiert. Da der Portwein jedoch nur eine unnatürlich kurze Fermentation durchläuft, müssen sie auf andere Weise gewonnen werden. |
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Die Traubenhülsen werden im eigenen Saft mazeriert
(eingelegt) und die in ihnen enthaltenen Substanzen aufgeschlossen.
Die bloßen Füße sind/waren dafür das perfekte Werkzeug, denn sie sind
warm und zerquetscht nicht die Kerne, was Bitterstoffe in die Maische
bringen würde. Die richtige Trinktemperatur Roten und braunen Port trinkt man zimmerwarm, aber an heißen Tagen dürfen sie auch etwas kühler sein. Weißen Port trinkt man kühl, je heller und trockener, desto kälter. Sie können auch als Aperitif gereicht werden, stark gekühlt, mit ein paar Spritzern Zitronenschale. Das richtige Glas Portwein trinkt man aus Südwein-Kelchen. Das Glas sollte farblos sein, damit die Farbe des Weins zur Geltung kommt. Wer den Port intensiv auch mit der Nase genießen will, nimmt Gläser, die sich nach oben leicht verjüngen und damit die Bukettstoffe zusammenfassen. Portwein in der Küche Mit einem kleinen Schuß Portwein (am besten halbtrockenen
Tawny) kann man den Geschmack von vielen dunklen Saucen und Suppen angenehm
abrunden. |
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