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Weinkorken und alternative Verschlüsse

   
 

Verschiedene Verschlüsse für Weinflaschen sind am Markt zu finden. Traditionell wird Kork verwendet. Ein nahezu idealer Weinverschluß, denn er schließt die Flasche gut ab und läßt nur geringste Mengen Sauerstoff durch. Der Sauerstoffaustausch mit dem Wein kann aber nicht durch den Korken hindurch, sondern nur zwischen Korken und Flaschenhals stattfinden. Ein Durchschnittskorken kostet etwa 15 Cent, Spitzenkorken entsprechend mehr. Doch nicht jeder Kork hält, was er verspricht. Immer wieder kommt es vor, daß Flaschen lecken oder der Wein einen unangenehmen Korkgeschmack annimmt.
Deshalb gibt es seit Jahren vielfältige Versuche auf diesem Gebiet.
Aluminiumverschlüsse sind leicht aufzudrehen, wiederverschließbar, zuverlässig, geschmacklich neutral und dicht. Sie haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und werden von vielen Kellereien, beispielsweise bei der Champagner-herstellung (Kronkorken) zum Zwischenzeitigen verschließen verwendet. Auch bei kellerwirtschaft-lichen Versuchsreihen werden Weine gerne so verschlossen, dass der Verschluß die Tests nicht beeinflussen kann. Der Aluminiumverschluss hat also viele Vorteile und eigentlich nur einen Nachteil:
Er wird vom Verbraucher nicht akzeptiert. Es ist wohl so, dass der Kunde aufgrund der Verwendung dieser Verschlussmethode bei Billigwein, auf irgendeine Weise Qualität und Verschluß gleichsetzt.

 
Naturkorken
 
Kunststoffkorken
 
Glaskorken

Der Markt schafft also mehreren Verschlüssen eine Daseinsberechtigung. Denn neben den bereits genannten Varianten, hat sich seit einiger Zeit der Kunstoff-Korken etabliert. Er wird aber wie der Aluminiumverschluss bislang nur im Bereich der preiswerten Weine eingesetzt, obwohl er die gleichen Vorzüge teilt. Der Kunstoff-Korken ist ähnlich wie ein Natur-Korken aufgebaut und besteht aus aufgeschäumten Polymeren mit vielen luftdicht abgeschlossenen, elastischen Zellen. Auch die Rückstellkraft - so lautet der Fachausdruck für den Druck, den ein zusammengepreßter Korken im Flaschenhals auf das Glas ausübt - ist ähnlich groß wie, beim Naturprodukt.
Aus dieser Situation heraus sind die Kellereien, auf der Suche nach einer hochwertigen Verschlussweise, nun beim nächsten (Markt-) Experiment angelangt: Beim Glaskorken. Er wird aber aufgrund des höheren Preises, vorerst im Weisswein-Bereich ab einem bestimmten Preisniveau eingesetzt. Weissweine nehmen leichter Korkgeschmack an als Rotwein, der Aufgrund des hohen Tanin- und Gerbsäuregehalts nicht so empfindlich ist.

Wenn man dem Verbraucherwunsch entsprechend Korken als Flaschenverschluß verwenden möchte, muß man als Abfüller bereit sein, hochwertiges Material zu kaufen. Sonst wäre es dem Weinkunden gegenüber ehrlicher und für die Weinqualität besser, die Flaschen mit den preiswerteren aber mindestens ebenso hochwertigen Aluminium- oder Kunststoff-verschlüssen zu versehen.

 
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