
Wein - Frankreich / Côte de Or |
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Die Côte d' Or ist ein etwa 50 Kilometer langer unregelmäßiger
Steilabbruch einer bewaldeten Hochfläche, an dessen Fuß sich die Talebene
der Saône anschließt. Die Breite des Hanges schwankt zwischen 2.500
und wenigen hundert Metern und die guten Lagen finden sich ausschließlich
auf diesem schmalen Streifen. Selten auf der Erde ist eine Landfläche
jemals so genau nach seiner Anbaueignung bewertet worden wie diese.
Nämlich vom Institut National, des Appellations d' Origine, auf
der Grundlage von bis zu über 100 Jahre alten Klassifizierungen. Danach
sind die Lagen in vier Stufen eingeteilt und dürfen laut Gesetz nur
entsprechend etikettiert werden. Die erste Stufe sind die Grands Crus
(auch Têtes de Cuvée genannt). Der alleinstehende, einfache
Lagenname - Musigny, Corton, Montrachet oder Chambertin ist das Patent
für den höchsten burgundischen Adel.
Der nächste Rang, die Premiers Crus, führt den Ortsnamen und danach die Lagenbezeichnung (oder, falls der Wein aus mehreren Lagen kommt, den Gemeindenamen mit dem Zusatz Premier Cru). |
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Die dritte Stufe heißt Appellation Communale, d.
h. sie ist berechtigt, den Namen der Gemeinde zu führen. Einige dieser
Lagen, die oft Clos de ... heißen, sind im Besitz guter Erzeuger.
Es gibt geringere Lagen, auch in einigen berühmten Gemeinden, deren Wein lediglich als Bourgogne bezeichnet werden darf. Die Kontrolle der Herkunftsbezeichnungen und die Bestimmungen zur Qualitätskontrolle schreibt vor, daß ausschließlich die klassischen Rebsorten Pinot Noir für Rot-, Chardonnay für Weißwein gezogen und nur bestimmte Mengen Wein pro Hektar gewonnen werden dürfen. Dreißig hl pro ha, bei den Spitzensorten und bis zu vierzig hl pro ha für die einfacheren Weine sowie einen Mindestalkoholgehalt von 12% für Spitzen-Rotweine und 11,5% für die besten Rotweine, bis zu 9% für die einfachsten Rotweine. |
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