
Mais / Gemüsemais |
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Mais, wie Zuckermais und Gemüsemais zählt
zum Getreide und ist gleichzeitig die einzige Getreideart, die in Amerika
heimisch ist. Man nimmt an, daß sie aus Mexiko oder Mittelamerika
stammt, wo sie viele tausend Jahre lang das Hauptnahrungsmittel der
präkolumbianischen Kulturen darstellte.
Im Laufe der Jahrtausende wanderte die Pflanze auf dem amerikanischen Kontinent nach Chile im Süden und Kanada im Norden. Inzwischen ist Mais nach Weizen und Reis die wichtigste Getreide- pflanze, weil er in tropischen und gemäßigten Zonen, auf Meereshöhe und im Gebirge bis 3300 Meter Höhe wächst. Mais gibt es in so vielen Formen wie keine andere Getreideart. |
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Bei uns findet man meist nur die hellen oder sattgelbe
Körner. In den Maisländern bekommt man weiße, rote, violette, orangefarbene
und sogar blaue Körner. Allein die Peruaner haben mehr als 40 verschiedene
Sorten und mindestens zehn verschiedene Namen für die Pflanze.
Die Maiskörner sind die Samen einer widerstandsfähigen, einjährigen Pflanze, die eine Höhe von etwa 1,50 bis 3 m erreicht, herabhängende Blätter hat und männliche und weibliche Blüten trägt. Die Körner sitzen an 15 bis 25 cm langen Ähren, von denen jede lange, dünne Fasern besitzt, die am oberen Ende der Fruchthülle herausquellen und für die Befruchtung verantwortlich sind. Jede dieser Fasern ist mit einer Blüte verbunden, die sich nach der Befruchtung zu einem Fruchtknoten entwickelt - dem Maiskorn. Jede Ähre enthält zwischen 750 und 1000 Maiskörner, die in 8 bis 24 gleichmäßigen Reihen angeordnet sind. Mais gehört zu den glutenfreien Getreidearten. In Reformhäusern bekommt man Brot, Brötchen, herzhaftes und süßes Gebäck aus Maismehl. In Afrika kocht man aus Maismehl einen festen Brei, ähnlich wie eine italienische Polenta. In Peru backt man Pfannkuchen aus frischen weichen Maiskörnern. Tortillas aus Maismehl bilden den Grundstock einer mexikanischen Mahlzeit wie bei uns Kartoffeln oder Brot. Haupterzeugerländer sind heute die Vereinigten Staaten, China, Brasilien, Rußland, Mexiko und Indien. Zuckermais ist wirtschaftlich gesehen die zweitwichtigste Sorte und wird hauptsächlich als Nahrungsmittel für den Menschen angebaut. Die blassgelben oder weißen Körner sind weich, saftig und süß. Zuckermais sollte gekühlt aufbewahrt werden, da der in den Körnern enthaltene Zucker sich bei Hitze in Stärke umwandelt, sodass der angenehm süße Geschmack verloren geht. Puffmais dessen kleine Körner für die Herstellung von Popcorn verwendet werden, hat eine zwar sehr dünne aber harte, etwas glasige Schale. Nach der Herstellung von Popcorn bleiben oft Teile dieser Schale an dem Endprodukt haften. |
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