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Grünkohl |
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Grünkohl ist ein anspruchsloses Gemüse,
dass auf fast allen Böden gedeiht. Er ist im Mittelmeerraum beheimatet
und war schon bei den Römern sehr beliebt. Im Mittelalter war Grünkohl
auch bei uns eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel.
Der Grünkohl ist einer der robustesten Vertreter der Kohlfamilie und verträgt Temperaturen bis -15 ° C. Er hat große, faserige, fein gekräuselte Blätter. Sie variieren in der Farbe von hell- bis dunkelgrün; manche Sorten sind auch bläulich grün. Da der Grünkohl den ganzen Winter über geerntet wird, hängt das Angebot stark von der Witterung ab. Grünkohl ist ein deftiges Gemüse und genießt - von seinen Anhängern in Norddeutschland abgesehen - nicht das kulinarische Ansehen wie zum Beispiel der feinere Blumen- oder Rosenkohl. Da es Grünkohl praktisch küchenfertig zu kaufen gibt, hat man nicht sehr viel Arbeit damit. Eventuell vorhandene gelbe Blätter aussortieren und - falls nötig - die Blätter von den groben Rippen streifen. Ein paarmal in kaltem Wasser waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. |
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Fast jeder norddeutsche Landstrich hat seine besonderen
Beilagen zum Grünkohl. In Schleswig-Holstein gehört viel geräucherter
Speck dazu, in Hamburg sind es kleine, in geschmolzenem (leicht karamelisiert)
Zucker gebratene Kartoffeln. Die Bremer und Oldenburger essen die Pinkelwurst.
Die südlichen Niedersachsen bevorzugen die Brägenwurst. Außerhalb der
Grünkohl-Hochburgen werden Kochwürste, Kasseler, oder Schweinefleisch
dazu gegessen. Zwiebeln glasig dünsten, am besten in Schweine- oder
Gänseschmalz. Den Grünkohl dazugeben,
mit etwas Wasser oder Brühe (Rauchfond) auffüllen und bei milder Hitze
eine gute Stunde garen. Nach Geschmack kann man ihn mit Essig und Zucker,
Senf, mit Kümmel oder mit kleingeschnittenen Äpfeln verfeinern. |
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