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Fenchel

   
Nicht nur die Italiener verstehen es, den Gemüsefenchel (eines ihrer Lieblingsgemüse), auf immer neue Art auf den Tisch zu bringen. Gekocht oder gedünstet, in pikanten Saucen zu Fleisch und Fisch, mit Käse, roh in Salaten oder einfach so, ohne alles.
Auch bei uns hat sich der Gemüsefenchel mittlerweile fest ins Gemüseangebot am Markt integriert.
Als Gewürz und in der Medizin hat Fenchel allerdings schon eine längere Tradition. Durch seine Würzkraft war er bereits im Altertum geschätzt. Wie auch dem Sellerie, sprach man dem Fenchel mythische Bedeutung zu.
Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler, zu denen auch Kümmel, Dill, Petersilie, Koriander, Kerbel, Liebstöckel und Anis zählen. Wildfenchel wächst in trockenen und steinigen Gegenden des Mittelmeerraums.
  Gemüsefenchel

Der Gartenfenchel (bot.: Foeniculum vulgare var. dulee) wird seit Jahrhunderten als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert. Aus seinen kleinen Früchten gewinnt man das aromatische Fenchelöl, das als Aromazusatz für Liköre und für medizinische Zwecke verwendet wird.
Beim Gemüsefenchel (bot.: Foeniculum vulgare var. azorieum) spielen nicht die Samen die Hauptrolle, sondern die verdickten Blattansätze. Sie wachsen zwiebelähnlich zu einer flachen Knolle zusammen. Darum wird Gemüsefenchel auch manchmal Zwiebelfenchel genannt.
Damit die Knollen hell und zart bleiben, häufelt man rund um die Pflanzen Erde auf.
Gemüsefenchel wird vorwiegend in Süditalien angebaut, außerdem in Südfrankreich, in Griechenland und in Nordafrika.
Der Geschmack erinnert an Anis, ist etwas süßlich und dabei herzhaft. Der Anisgeschmack kommt durch den Gehalt eines ätherischen Öls, das Menthol. Es ist im Gemüsefenchel bei weitem nicht so intensiv wie etwa in den Samen vom Gartenfenchel, aber immer noch stark genug, um dem Gemüsefenchel seinen typischen Geschmack zu geben.

Verwendung & Zubereitung

Man rechnet pro Kopf je nach Größe 1/2 bis 1 Knolle. Bei Rohkost und rohem Salat kommt man mit etwas weniger aus.
Den Wurzelansatz und die Stengel oberhalb der Knolle abschneiden.
Das Fenchelgrün zum Würzen und Dekorieren aufbewahren.
Braune Stellen auf der außeren Schalenschicht wegschneiden.
Fenchelgemüse paßt gut zu Fleisch und Fisch.
Für Salate: Fenchel in hauchdünne Scheiben oder Streifen schneiden, eventuell raspeln. Allein oder mit anderen Salaten gemischt anmachen, mit einer Essig-Öl-Marinade, oder auch mit Joghurt- oder Mayonnaise. Verträgt sich gut mit Karotten, Tomaten, Paprika, Äpfeln, Ananas, Orangen und Nüssen.
Fenchel eignet sich in dünne Scheiben geschnitten auch gut zum panieren.
Als Gemüse gekocht oder gedünstet. Garzeit für Scheiben oder kleine Viertel 8-10 Minuten, für größere Stücke 20 Minuten.
Serviermöglichkeiten: Mit Butter (und geriebenem Käse), mit gebräunten Semmelbröseln in Butter, Käsesauce, Sauce Hollandaise, auch überbacken.

 
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