
Schmelzkäse |
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Schmelzkäse-Erzeugnisse tragen oft den Namen der Naturkäsesorten,
aus denen sie hergestellt werden. Der wesentliche Unterschied zum "Naturkäse"
liegt darin, daß durch das Schmelzen, unter Einwirkung von Wärme und
mit Hilfe von Schmelzsalzen, der natürliche Reifeprozeß unterbrochen
wird. |
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Als der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten
über weite Strecken immer intensiver wurde, dachten gleichzeitig an
verschiedenen Orten der Welt, Käsefabrikanten über Methoden nach, wie
sie ihre Produkte handlich und haltbar verpackt, in möglichst gleicher
Qualität an ihre Kunden bringen könnten. Im Jahre 1896 meldete der Kieler
Käsereibesitzer Johannes Christian Lassen beim Kaiserlichen Patentamt
ein Verfahren zur Herstellung eines immer gleichmäßigen, zart schmeckenden
und haltbaren Käses an. Sein aus Holsteiner Magerkäse, Butter und Vollmilch
hergestellter "Kieler Fettkäse" wurde nicht nur in Schleswig-Holstein,
sondern auch im Rheinland gern gegessen.
Weltweit bekannt wurde aber erst die Erfindung des Schweizers Walter Gerber und seines Teilhabers Fritz Stettler, die Emmentaler Käse unter Zufügung von "Schmelzsalzen" verflüssigten. Ihre "Gerber-Käse" gingen seit 1911, zunächst in Weißblechdosen, bald aber auch in den dreieckigen Stanniolhüllen in alle Welt. Damit war ein Verfahren erfunden, das Käse lange Zeit haltbar machte. Gleichzeitig erwies sich dieser Schmelzkäse als besonders leicht verdaulich, weil das Käseeiweiß beim Schmelzprozeß durch die Schmelzsalze aufgeschlossen wurde. In den Vereinigten Staaten beschäftigte sich der Farmer James L. Kraft ebenfalls mit Transport- und Vertriebeigenschaften, diesmal für den nach englischem Rezept hergestellten Chester. 1917 verschickte er seinen ersten pasteurisierten Schmelzkäse in Dosen und wenig später die Chester-Schrnelzkäseblocks. Gleichzeitig begann er auch damit, die wertvollen Inhaltsstoffe der Molke, Milchzucker, Milchalbumin (ein besonders leicht verdauliches Eiweiß) und Mineralstoffe (vor allem Phosphor und-Kalzium) - zu extrahieren und dem Schmelzkäse zuzusetzen. Damit war die Schmelzkäse-Zubereitung erfunden. Schmelzsalze Schmelzsalze, mit deren Hilfe die Naturkäse in eine
cremige, beliebig formbare Masse verwandelt werden, sind Phosphate und
Citrate, also Salze der Phosphorsäuren und Zitronensäure, die in ähnlicher
Form auch (natürlicher Weise) in anderen Nahrungsmitteln vorkommen. Käsezubereitungen Naturkäse werden meist nur gesalzen, selten findet
man Pfeffer oder Kümmel im Teig. Auf dieser Tatsache basiert auch die
Käseverordnung, nach der Käse entsprechend dem Gehalt an Trockenmasse
klassifiziert wird und in der die Fettstufen von Magerkäse bis Doppelrahm
festgelegt sind. |
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Schmelzkäse / Herstellung Neben Chesterkäse sind auch andere Hart- und Schnittkäse
wie Emmentaler, Gouda, Tilsiter oder halbfeste Käse wie Limburger
und Butterkäse für die Schmelzkäseherstellung geeignet. Der Naturkäse
als Grundstoff muß aber immer ausgereift sein. |
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Mit 45 bis 50 % Fett i. Tr. und einem Gehalt an Trockenmasse
von 60 bis 62 % ist Cheddar (bzw. Chester) ein Hartkäse. Obwohl er in
Deutschland in stattlichen Mengen hergestellt wird, sieht man ihn hierzulande
kaum im ganzen Laib. Schmelzkäsesorten Schmelzkäseblock Schmelzkäsezubereitung in
Dreiecksverpackungen Schmelzkäsecreme im Becher Schmelzkäsezubereitungen Schmelzkäse |
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