
Sauermilchprodukte |
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Saure Milch ist in all ihren Variationen, von Buttermilch
über Dickmilch, Joghurt und Bioghurt bis hin zu Kefir ein sehr bekömmliches
Nahrungsmittel. Alle diese Produkte sind laut Milchverordnung Sauermilcherzeugnisse.
Sie schmecken erfrischend und löschen den Durst wie kaum ein anderes
(Milch-) Getränk. Sauermilch im Sommer, hat bei uns eine lange Tradition,
schon allein weil nicht pasteurisierte, also nicht keimfrei gemachte
Milch bei warmer Witterung sozusagen von allein sauer wird. Unsere Großmütter
brauchten die Milch also nur in Schüsseln zu füllen, an einen mäßig
warmen Ort zu stellen, wie es in alten Kochbüchern beschrieben
wird. Das übrige besorgten die in der Luft und in der Milch enthaltenen
Bakterien. Bei keimfreier Milch, wie wir sie heute kaufen, geht es nicht
mehr so einfach.
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Alle Sauermilchprodukte basieren auf Milch, die durch
Milchsäurebakterien oder Hefepilzkulturen gesäuert wurden (im Unterschied
zum Quark der durch das Ferment Lab zum Gerinnen
gebracht wird). Die unterschiedlichen Bakterienkulturen sind bestimmend
für Säuregrad und Aroma des Sauermilchprodukts. So unterscheiden sich
z. B. unsere Dickmilch und Joghurt im Prinzip
nur durch verschiedene Bakterienkulturen. Sauermilch und Dickmilch Sauermilch schmeckt ähnlich wie Buttermilch, ist in
ihrer Konsistenz etwas cremiger, hat etwas mehr Eiweiß, dafür aber weniger
Lezithin. Sie wird in verschiedenen Fettgehaltstufen hergestellt, von
0,3 % Fett bis zu 3,5 % Fett. Sauermilchprodukte gibt es mittlerweile
auch in Verbindung mit verschiedenen Frucht- und Geschmackszusätzen. Kefir Ein weiteres bei uns heimisch gewordene Sauermilchprodukt ist der Kefir. Er wird nicht durch Milchsäurebakterien, sondern durch einen Hefepilz (Kefirpilz) "gesäuert". Dadurch bildet sich in der Milch zusätzlich Kohlensäure sowie etwas Alkohol. Die Kohlensäure bewirkt, daß sich bei Kefir manchmal der Deckel wölbt. Ein hochgewölbter Deckel ist hier also kein Zeichen für Fehler in der Herstellung oder Lagerung wie bei anderen Sauermilch- produkten, insbesondere beim Joghurt. Buttermilch Buttermilch ist sozusagen ein "Abfallprodukt" bei der Butterherstellung. Sie fällt ab, wenn dem gesäuerten Rahm die Flüssigkeit entzogen wird. Buttermilch besitzt dadurch kaum Fett, (100 g haben auch nur 36 Kalorien), dafür mehr Lezithin. |
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