
Bergkäse / Emmentaler |
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Die Schweizer verstanden schon lange, aus der Milch
ihrer Kühe guten Bergkäse zu machen. Schweizer Käsefachleute waren es
auch, die Anfang des 19. Jahrhunderts ins Allgäu auswanderten. Da sie
dort ähnliche klimatische und geologische Bedingungen vorfanden
wie in heimischen Gefilden, führten sie die Käseherstellung nach Emmentaler
Art dort ein. Somit können die Allgäuer mit Recht behaupten, "echten"
Emmentaler herzustellen.
Auch in Österreich und in den französischen Alpen gibt es ähnliche äußere Bedingungen und auch dort gibt es Käse, die in Aussehen und Geschmack dem Emmentaler oder anderen Bergkäsen ähneln, wie z.B. der Gruyére de Comté aus Frankreich. |
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Bergkäse wurde früher überall da hergestellt, wo das Vieh den Sommer über auf den Bergwiesen weidete und erst im Herbst in die heimatlichen Ställe zurückkehrte. Da die Wege zu Tal beschwerlich waren, suchte man nach Möglichkeiten, die Milch haltbar zu machen und das ging am besten indem man Käse produzierte, der dann im Herbst auf die Besitzer des Viehs aufgeteilt oder wenn der Hirt (der "Senn") zugleich Besitzer der Herde war, verkauft wurde. Das Wort "Senn" (Senner) ist keltischen Ursprungs. Da man im Rom der Kaiserzeit von den Kelten aus den Alpenländern importierten Käse als besondere Köstlichkeit schätzte, ist anzunehmen, daß es schon vor rund 2000 Jahren Vorläufer der heutigen Bergkäse gegeben hat. Auch während des Mittelalters wurde Alpenkäse in Europa gehandelt, soweit er nicht zur Selbstversorgung der Bevölkerung diente. Der Emmentaler - "Schweizer-Käse" Lange Zeit glaubte man, es könne nur auf den (schweizer)
Bergen guter, haltbarer Käse hergestellt werden. Erst um der Mitte des
19. Jahrhunderts wurden die Käsereien weiter ins Tal verlegt, und man
konnte mit Verbesserung der Transportmöglichkeiten zunehmend auch
größere Milchmengen auf einmal verarbeiten. Damit waren die Grundlage
für eine Produktion gegeben, die weit über den Bedarf der jeweiligen
Region hinausreichte. |
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Wie kommen die Löcher in den Käse? Noch immer werden echte Emmentaler wie auch andere Bergkäse aus roher Milch hergestellt, genau genommen aus einem Gemisch von Abend- und Morgenmilch. Diese Milch wird nicht durch Säuern, sondern durch Lab "dickgelegt". Die dickgelegte Milch wird mit der Käseharfe zum "Bruch" zerschnitten, damit sich die Molke vom Milcheiweiß und den darin eingeschlossenen Fettanteilen trennt, dann wird der Bruch in großen Kesseln in der Molke noch einmal erwärmt ("gebrannt"), um die Käsemasse fester und trockener zu machen. |
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In den Alpkäsereien wurde früher (teils noch heute)
die Käsemasse mit einem Tuch aus dem Kessel geschöpft (der Inhalt des
Kessels bestimmte die Größe des Käses), in den Großkäsereien läuft die
Masse auf große Stahlsiebe, die jeweils einen Käse fassen. Nachdem Ablaufen
der Molke kommt er unter die Presse, wird mehrmals gewendet und schließlich
in ein Salzbad gelegt. Nach zwei bis drei Tagen im Salzbad müssen die
Käse 10 bis 14 Tage abtrocknen, dann kommen sie in den auf etwa 22 bis
24 °C geheizten Gärkeller, wo sich durch das Zusammenwirken von
verschiedenen Mikroorganismen in einer Art Gärung nach etwa fünf Wochen
durch freiwerdendes Kohlendioxid Löcher bilden. Nach sechs bis acht
Wochen bringt man die Käse in kühle Lagerkeller.
Während der ganzen Zeit müssen sie regelmäßig gewendet, gewaschen und gesalzen werden, zuerst täglich später zweimal in der Woche. Die Reifezeit beträgt mindestens drei Monate, optimal sind sechs Monate. Bergkäse werden bis zu einem Jahr und länger gelagert. Emmentaler hat mindestens 45 % Fett in der Trockenmasse, oft mehr. Emmentaler Bergkäse Aufbewahrung |
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