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Wildreis

   
Echter Wildreis stammt aus dem Gebiet der Great Lakes in Nordamerika und wächst an den See- und Flußufern Kanadas sowie einigen nördlichen Grenzstaaten der USA. Mehr als 1000 Jahre lang waren die schwarzen Samen des Wildreises, die zart nach Nüssen schmecken, Grundnahrungsmittel der Indianer. Von ihnen lernten die Europäer, die Wasserpflanze als wertvolle Kohlenhydrat- quelle zu nutzen. Wildreis wurde vor etwa 20 Jahren besser in Europa bekannt und entwickelte sich seitdem zu Exportschlager. So begann man, ihn zu "zähmen", Kultursorten zu züchten und auf Reisfeldern konventionell anzubauen.
 

Heute erzeugen Manitoba in Kanada sowie Minnesota, Wisconsin und Kalifornien in den USA kultivierten Wildreis, der inzwischen einen Marktanteil von 90 % hat und nicht einmal halb so viel kostet wie echter Wildreis. Dabei ist der kultivierte Wildreis seinem wilden Verwandten so ähnlich, daß nur Experten anhand von Aussehen und Geschmack der Körner erkennen können, ob der Reis aus Wildwuchs oder Farmen stammt.
Frischer Wildreis ist grün und feucht. Damit er sich hält, werden die Körner aus dem ungenießbaren Spelzen gelöst, mit der nährstoffreichen Samenschale getrocknet und wie Grünkern gedarrt. So bekommen sie die typische braune Farbe und den feinen nussartigen Geschmack. Schonend gedarrter Wildreis ist goldbraun.

Die Wildreispflanze ist ein einjähriges Gras, das bis zu 3 m hoch werden kann. Ihr Anbau ist durchaus kostspielig, da die Pflanze sehr empfindlich auf klimatische Veränderungen sowie auf Veränderungen des Wasserstands oder Parasiten reagiert und die Ernteerträge bei ungünstigen Bedingungen dementsprechend geringer ausfallen.
Bei der traditionellen Erntemethode zogen die Indianer die Halme über den Bootsrand und schlugen die reifen Körner aus den Rispen. Heutzutage werden dagegen immer mehr mechanische Erntehilfen eingesetzt, wie sie auch bei der Weizenernte üblich sind.

Wildreis sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden, da er noch Sandpartikel enthalten kann. Wenn man ihn einige Stunden in Wasser einweicht, verkürzt sich die Garzeit um die Hälfte.

 
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