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Heute erzeugen Manitoba in Kanada sowie Minnesota,
Wisconsin und Kalifornien in den USA kultivierten Wildreis, der inzwischen
einen Marktanteil von 90 % hat und nicht einmal halb so viel kostet
wie echter Wildreis. Dabei ist der kultivierte Wildreis seinem wilden
Verwandten so ähnlich, daß nur Experten anhand von Aussehen und
Geschmack der Körner erkennen können, ob der Reis aus Wildwuchs oder
Farmen stammt.
Frischer Wildreis ist grün und feucht. Damit er sich hält, werden die
Körner aus dem ungenießbaren Spelzen gelöst, mit der nährstoffreichen
Samenschale getrocknet und wie Grünkern gedarrt. So bekommen sie die
typische braune Farbe und den feinen nussartigen Geschmack. Schonend
gedarrter Wildreis ist goldbraun.
Die Wildreispflanze ist ein einjähriges Gras, das bis zu 3 m hoch werden
kann. Ihr Anbau ist durchaus kostspielig, da die Pflanze sehr empfindlich
auf klimatische Veränderungen sowie auf Veränderungen des Wasserstands
oder Parasiten reagiert und die Ernteerträge bei ungünstigen Bedingungen
dementsprechend geringer ausfallen.
Bei der traditionellen Erntemethode zogen die Indianer die Halme über
den Bootsrand und schlugen die reifen Körner aus den Rispen. Heutzutage
werden dagegen immer mehr mechanische Erntehilfen eingesetzt, wie sie
auch bei der Weizenernte üblich sind.
Wildreis sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden, da er
noch Sandpartikel enthalten kann. Wenn man ihn einige Stunden in Wasser
einweicht, verkürzt sich die Garzeit um die Hälfte.
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