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Schlehdorn / Schlehe

   
Der Schlehdorn oder Schwarzdorn gehört wie die Kirsche oder die Pflaume zur Familie der Rosengewächse und ist seit unbestimmter Zeit bei uns heimisch.
Schon die Menschen der Jungsteinzeit haben seine Früchte, die Schlehen, gesammelt.
Im Gegensatz zu den Verwandten aus Asien (z.B. Kirsche) ist der Schlehdorn nie Ziel züchterischen Ehrgeizes und somit eine Gartenpflanze geworden.
  Schlehen

So wächst die Schlehe - wie schon immer - wild an Berghängen, auf Waldlichtungen, an Weg- und Waldrändern und auf Heiden. Die Pflanze ist kalkliebend und man kann sie bis zu einer Höhe von 1500 m antreffen.
Wer Schlehen verarbeiten möchte, muß sich also meist die Mühe machen, sie selbst zu suchen und zu sammeln. Der 1 bis 3 m hohe struppige Strauch mit der schwärzlichen Rinde hat starke, bis zu 2 cm lange Dornen.
An diesen Dornen können sich Neulinge orientieren, denn es gibt im Herbst auch andere blaue Früchte, die in Größe und Aussehen den Schlehen ähneln. Ein weiteres Erkennungs-zeichen sind die ovalen, kurzstieligen Blätter, welche fein gezackt sind. Da es viele Schlehenbüsche gibt, sollten auch Anfänger mit reicher Ernte nach Hause kommen.
Roh sind sie im Geschmack herb-säuerlich und zusammenziehend, weil stark gerbsäure-haltig. Wenn man sie kocht, bekommen sie aber ein intensives, herbwürziges Fruchtaroma. Die Gerbstoffe sind nicht nur im Saft, sondern auch in geringen Mengen in den Schalen vorhanden.
Schlehen werden milder im Geschmack, wenn sie mindestens einmal richtigen Frost bekommen haben. Hierbei ist man gezwungen, mit dem Pflücken bis in den November, Dezember zu warten. Je nachdem wie das Jahr verlaufen ist kann man schon Anfang /Mitte Oktober wohlschmeckende Früchte ernten.
Es wird behauptet, das man im Zeitalter der Tiefkühltruhe zur frühstmöglichen Erntezeit sammeln kann, um durch einfrieren eine künstliche enzymatische Reifung und einen Abbau des Gerbstoffes herbeizuführen. Dies ist ist umstritten, da am lebenden Strauch (ähnlich wie bei Wein am Stock) die biochemischen Reaktionen weiter/anders ablaufen und wurde durch eigene (Geschmacks-) Tests bestätigt.

Rezepte

Schlehen-Gelee

1 kg Schlehen, 500 g Boskop (oder ein anderer säurereicher Apfel), 3 EL Zitronensaft, etwa 1,5-2 kg Gelierzucker (die genaue Menge richtet sich nach der Saftmenge).

Die Schlehen verlesen und gründlich waschen. Alle Früchte in einen großen Topf geben. Die Äpfel waschen, schälen, Kerngehäuse entfernen und grob zerkleinern. Mit dem Zitronensaft und 1 1/2 1 Wasser zu den Schlehen geben. Langsam zum Kochen bringen und 1 Stunde bei milder Hitze kochen lassen. Mit einem Holzstampfer andrücken damit die Schlehen platzen. Danach durch ein Mulltuch abtropfen lassen. Den Saft auffangen und genau abmessen.
Mit Gelierzucker nach Vorschrift zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In sorgfältig gesäuberte, heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und kühl lagern.

Druckversion Schlehen-Gelee

Schlehen-Likör

Für ca. 3/4 l:
750 g Schlehen, 300 g weißer Kandiszucker, 2 Zimtstangen, 1 Flasche Korn.

Die Schlehen verlesen und gründlich waschen. Mit einem Holzstampfer andrücken. Die Früchte mit dem Kandiszucker und den Zimtstangen in ein gut schließendes Gefäß geben. Mit dem Korn begießen und einige Wochen durchziehen lassen bis die Schlehen sichtbar durchgezogen sind. Gelegentlich umrühren. Danach filtern und auf Flaschen füllen.

Druckversion Schlehen-Likör

 
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