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Guave |
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Die Heimat der Guave ist das tropische Amerika,
doch heute ist sie weltweit in tropischen Gebieten verbreitet, zum Teil
auch verwildert. Die größten Kulturen finden sich in der Kapprovinz
von Südafrika. Die immergrünen Bäume werden bis zu sechs Meter
hoch und brauchen zum Gedeihen vor allem Wärme. An den Boden stellen
sie keine besonderen Ansprüche. Die Blüten ähneln denen von Magnolien.
Die lederartigen Blätter werden zur Herstellung von Medikamenten gegen
Magen und Darmleiden verwendet. Die Frucht ist rundlich bis leicht birnenförmig
und kann einen Durchmesser von 2,5 bis 10 cm erreichen. Die wachsartige
Schale ist grün und wird bei der Reife gelblich. Das Fruchtfleisch ist
gelb oder weiß-grünlich, saftig und enthält oft auch einige verholzte
Kerne. Sie duftet intensiv, schmeckt süß-säuerlich und erinnert
an eine Kombination von Quitte, Birne und Feige.
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Reif ist die Guave, wenn sie einen intensiven, aromatischen
Duft ausströmt und die Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt.
Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte weiß-grünlich oder rosa bis lachsfarben.
In der Mitte sitzen, in saftigem Fruchtschleim eingebettet, eine Menge
scharfkantiger Kerne. Man kann sie zwar mitessen, aber etwas störend
sind sie schon. Versuche, die Kerne wegzuzüchten, sind bisher fehlgeschlagen.
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In den Anbauländem bereitet man aus Guaven Saft, Gelee,
Kompott und vor allem ein Mus, das die Grund- lage für viele Gerichte
wie Süßspeisen und Getränke dient. Außerdem wird eine Paste hergestellt,
die als Süßigkeit gegessen wird und an Quittenpaste erinnert.
Für den Export werden die Früchte auch in Dosen konserviert oder zu Marmeladen, Sirups und Chutneys verarbeitet. Durch Pressen gewinnt man Guavensaft, der als Guavennektar angeboten und auch vielen Multivitaminsäften beigemischt wird. |
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Guaven zählen zu den Früchten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Sie enthalten pro 100g im Durchschnitt 200mg, es können bei reifen Früchten jedoch bis zu 900 mg sein. Guaven werde von Oktober bis in den Mai aus Brasilien importiert, von Juni bis August meist aus Indien. |
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