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Der Aprikosenbaum kann über 9 m hoch werden und treibt
wunderschöne, duftende Blüten, die direkt am Stamm und den Ästen des
Baums sitzen. Es gibt über 40 verschiedene Aprikosensorten, von denen
die meisten in warmen Regionen, einige wenige jedoch auch in gemäßigten
Klimazonen gedeihen.
Die Haut der Aprikose wird erst weich, wenn die Frucht voll ausgereift
ist. Ihr zartes orangefarbenes Fruchtfleisch schmeckt süß-aromatisch.
Da die Frucht häufig unreif geerntet wird, um lange Transportwege zu
überstehen, kann das Fruchtfleisch mehlig werden und an Geschmack einbüßen.
Aprikosen sind bekannt für ihren hohen Betakarotin-Gehalt, sie liefern
reichlich Kalium, Magnesium und Vitamin A. Sie regen den Appetit an
und unterstützen die Blutbildung. Getrocknete Aprikosen wirken verdauungsfördernd
und haben eine höhere Nährstoff- konzentration als frische Früchte.
Sie werden häufig geschwefelt angeboten, damit sie sich nicht verfärben
und länger frisch bleiben.
Aprikosen zählen zu den stark klimakterischen Früchten.
Sie reifen also nach der Ernte bei Temperaturen über 15 °C noch nach.
Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, daß die Früchte voll entwickelt
geerntet worden sind.
In Österreich, Südtirol und Bayern wird die Aprikose auch als Marille
bezeichnet. Ihr Beliebtheitsgrad zeigt sich auch in der Vielfalt an
regionalen Zubereitungsarten wie z.B. Marillenknödel. Marillenmarmelade
ist zudem unverzichtbarer Bestandteil vieler Kuchen und Tortenrezepte
u.a. der Sachertorte und wird als Füllung für Faschingskrapfen
verwendet. Ein nicht unerheblicher Teil der Ernte wird zu Marillenschnaps
gebrannt.
Getrocknete Aprikosen
Getrocknete Aprikosen werden ganz (oder als Hälften) vom Stein befreit
und an der Sonne oder in Trockenanlagen bis auf einen Wassergehalt von
22% getrocknet.
Die Kombination aus getrockneten Aprikosen und Aprikosenkernen (etwa
mandelgroßer Kern im Stein), wie sie auch in den Herkunftsländern
traditionell verzehrt wird, enthält eine einmalige Kombination
an gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen.
Aprikosenkerne / Persipan
Aprikosenkerne liefern viele Mineralstoffe, insbesondere viel Magnesium.
Persipan wird aus Aprikosenkernen hergestellt und wurde ursprünglich
als Ersatz für Marzipan verwendet. Heute hat Persipan in vielen (industriellen)
Rezepturen seinen festen Platz. Persipan besteht aus entbitterten Aprikosenkernen
und Zucker in einem Anteil von etwa 40 zu 60 Prozent.
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