|
|

Apfel |
||||||||||||||||||
|
Äpfel sind die Obstart, die in Deutschland am
meisten verzehrt und angebaut wird. Kaum ein zweites Obst hat eine so
reiche Vielfalt und unterschiedlichere Geschmacksabstufungen.
Äpfel haben einen hohen Anteil an für die Verdauung wichtigen Ballaststoffen, sind vitaminreich und enthalten in einem ausgewogenen Verhältnis über 30 verschiedene Mineralstoffe (viel Kalium u. Phosphor), Spurenelemente sowie verschiedene Fruchtsäuren und Fruchtzuckerarten. Leider ist aber Apfel nicht gleich Apfel, nicht nur im Geschmack und Aussehen, sondern auch bei den Nähr- und Wirkstoffen. Das Apfelangebot hat sich in den letzten Jahrzehnten wesentlich geändert. Die Äpfel, die heute in den Auslagen |
![]() |
|||||||||||||||||
|
der Geschäfte liegen, sind zwar eine reine Augenweide,
einer wie der andere groß und fehlerfrei, leuchtend rot oder saftig
grün, aber ihr Innenleben entspricht keineswegs dem ursprünglichen.
In "Großmutters Äpfeln" war zwar manchmal der Wurm, sie hatten
eine rauhe Haut, waren oft klein und nicht gleichmäßig rund, dafür aber
aromatischer und zudem reicher an Vitaminen und Mineralstoffen. Manche
althergebrachte Sorte enthält ebensoviel Vitamin C wie Zitrusfrüchte,
mußte aber aufgrund betriebswirtschaftlicher Erwägungen der Erzeuger
vom Markt weichen. Selbst altbewährte Sorten, wie z. B. der gutschmeckende,
Vitamin C-reiche Berlepsch-Apfel. Die inneren Werte die klassischen
Apfelsorten sind bekannt, unterlagen jedoch großfrüchtigen Massenträgern
wie etwa der Vitamin-C-armen Apfelsorte Golden Delicious. |
||||||||||||||||||
|
Die bekanntesten deutschen Sorten sind Cox-Orange,
Boskoop, Golden Delicious, Jaines Grieve, Goldparmäne, Ingrid Marie.
Neue Sorten sind Braeburn, Royal Gala oder Fiesta. Äpfel werden aber
auch in großen Mengen importiert.
Namhafte Apfelsorten aus den EG-Ländern sind z. B. Golden Delicious, Braeburn aus Frankreich oder Morgenduft aus Italien. Wichtigste Importsorte aus außereuropäischen Ländern ist der grüne Granny Smith. Er wird wie auch andere Äpfel aus neuer Ernte im Frühjahr, aus Südafrika, Argentinien, Australien, Chile und Neuseeland importiert. |
![]() |
|||||||||||||||||
|
Herkunft Von Südwestchina aus hat sich der Apfel über Zentralasien nach Mitteleuropa und über die gemäßigten Zonen der gesamten Erde ausgebreitet. Ursprünglich hatte die Frucht einen Durchmesser von etwa 3 cm, war von grünbrauner Farbe und wies einen leicht herben bis bitteren Geschmack auf. |
||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||
|
Nachweislich kultiviert wurde die Frucht schon vor
über 1.000 Jahren und durch stetige Selektion konnte die Fruchtgröße
sowie der Geschmack nachhaltig verbessert werden. Unsere heutigen Sorten
entstanden hauptsächlich im 18. Jahrhundert, überwiegend aus Kreuzungen
verschiedener Wildsorten, später durch gezielte Einkreuzungen bewährter
Kultursorten. Etwa 40 Sorten spielen heute im kommerziellen Handel in
Deutschland eine Rolle, etwa ein Dutzend davon machen 90% des Umsatzes
aus.
Einige Sorten alternieren stark (z. B. Berlepsch), andere weniger (z. B. Golden Delicious). Von Alternanz spricht man, wenn auf ein Jahr mit starkem Behang ein Jahr mit geringem Fruchtansatz folgt. Auch daraus resultiert die bereits angesprochene Problematik, vom Markt verschwindender Sorten. Alternanz wird meist durch Spätfröste während der Blüte initiiert. Ihr kann durch gezielte Ausdünnung in Jahren mit hohem Blütenbesatz entgegen gesteuert werden. |
||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||