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Schaumwein / Geschichtliches
   

2.1 Die Bibel

Erste 'geschichtliche Aufzeichnungen' finden sich schon in der Bibel. "Wein... er gehet glatt ein" (Sprüche Salomons, 32,13). "Man fasset auch nicht Most in alte Schläuche; Anders die Schläuche zerreißen" (Matthäus, 9,17).
Dies legt die Vermutung nah, dass es schon sehr lange schäumende Weine gibt. Allerdings war es zu diesem Zeitpunkt noch in keinem Fall gewollt.
Die Weine wurden damals vermutlich vor dem Ende der ersten Gärung, im Herbst oder vor dem Ende der zweiten Gärung im darauffolgenden Frühjahr getrunken.

2.2 Die Römer

Im 1. nachchristlichen Jahrhundert wurden von den Römern die ersten Weinstöcke in Gallien gepflanzt. Entgegen der Meinung von Dioderus Siculus das Wein und Öl in den kühlen Breitengraden nicht wachsen werde, führten die Römer Wein in Gallien ein.

2.3 Die Benediktiner im Tal der Aude

Wann der erste Schaumwein gewollt hergestellt wurde weiß niemand genau.
Erste Aufzeichnungen aus Südfrankreich anno 1531 dokumentieren, dass Mönche der Saint-Hilaire-Abtei schon zu dieser Zeit schäumende Weine herstellten.
Diese nannte man Vins de blanquette. Die Herstellung erfolgt noch heute im Tal der Aude südlich von Limoux nahe der Stadt Narbonne.
Produziert wird dort nach der Methode rurale (Ländliche Methode).

2.4 Dom Perignon

Ein großer Name um den sich fantasievolle, fast schon mystische Geschichten ranken.
Sein Einfluss auf die Entwicklung von neuen Keltermethoden und seine Verdienste beim Weinanbau sind unstrittig.
Er wurde 1638 in Sainte-Menehould geboren und kam am 3. Juli 1658 als Pierre Perignon in die Benediktinerabtei Saint Vanne in Verdun.
Nach 11 Jahren bekam er den Titel "Dom" zuerkannt und wechselte als Kellermeister an die Abtei von Hautevillers. Dort wirkte er 47 Jahre und erlangte schon zu Lebzeiten legendären Ruhm.
Dom Prignon stellte in der Champagne den ersten Rotwein sowie den ersten Weißwein aus roten Trauben her. Er perfektioniert den Verschnitt verschiedener Weine um eine gleichbleibende Cuvée zu erzielen. Ausserdem förderte er die Verwendung englischen Glases, welches dem Druck des Schaumweines besser standhielt und führte den Korken wieder ein. Korken aus der Rinde der Korkeichen waren für die schäumenden Weine besser geeignet da sie den Druck besser aushielten.
Dazu gibt es auch zwei Geschichten: Die eine besagt das Dom Perignon eine Zeitlang in der Abtei von Alcantara verbrachte und den Korken von dort mit nach Hautevillers brachte.
Eine andere, dass spanische Mönche auf Ihren Weg von Santiago de Compostela nach Norden in Hautesviller Station machten und Dom Perignon die Korkverschlüsse Ihrer Flaschen auffielen. Er bat sie ihm einen Vorrat des Materials zu schicken.

2.5 Bruder Jean Oudart

Bruder Oudart war für die Weingüter von Saint-Pierre-aux-Monts verantwortlich. Wie auch Dom Perignon benutzte er Korken und war der erste, der Liqueur de tirage (Fülldosage) verwendete. Dom Perignon und Bruder Oudart besuchten sich des öfteren und tauschten Wissen aus, um zusammen den perfekten (Schaum-) Wein zu komponieren.

2.6 Erste Sektkellerei

In Deutschland wurde im Jahre 1826 die erste Sektkellerei von Georg Christian Kessler in Esslingen am Neckar gegründet.

   
1 Prolog

2 Geschichtliches
2.1 Die Bibel
2.2 Die Römer
2.3 Benediktiner im Tal der Aude
2.4 Dom Perignon
2.5 Bruder Jean Oudart
2.6 Erste Sektkellerei

3 Frühe Zufälle
3.1 Erste Versuche

4 Verschlußsache

5 Glasklar... Oder?
5.1 Zwerge und Riesen

6 Korken und Zubehör
6.1 Kronkorken

7 Rebsorten

8 Bestandteile des Traubensaftes
8.1 Der Most

9 Weinhefen und ihre wilden Verwandten
9.1 Wilde Hefen
9.2 Weinhefen
9.3 Vermehrungsbedingungen

10 Spalter
10.1 Gay Lusacce
10.2 Eduard und Hans Buchner

11 Die erste Gärung
11.1 Abstechen des Weines

12 Die zweite Gärung
12.1 Stabilitätsbehandlung

13 Endprodukte der Gärung

14 Die malolaktische Gärung
14.1 Apfel - Milchsäure Gärung

15 Remuage
15.1 Nicole Barbe (Veuve Clicquot)
15.2 Antonie Müller
16 Dosage
16.1 Fülldosage
16.2 Versanddosage

17 Filtern oder Degorgieren
17.1 A la Volée
17.2 A la Glace
17.3 Carl von Linde

18 Chaptalisierung und andere Zusätze
18.1 1. Schönung
18.2 J. A. Chaptal 1756 - 1832
18.3 2. Schönung

19
Restzuckergehalt

20 Herstellungsverfahren
20.1 Méthode rurale und Méthode champenoise
20.2 Großraum- und Tankgärverfahren
20.3 Flaschengärung

21 Sekt
21.1 Georg Christian Kessler

22 Schaumweinarten
22.1 Winzersekt und Diabetikersekt
22.2 Champagner
22.3 Blanc de Blanc und Blanc de Noire
22.4 Roseschaumweine
22.5 Crémant
22.6 Vin Mousseux
22.7 Prosecco und das Gut Ca' del Bosco
22.8 Cava
22.9 Krim Sekt
22.10 Clairette de Die & Blanquette de Limoux
22.11 Asti Spumante
22.12 Perlwein & Schaumweinähnliche Getränke

23 Schaumweinsteuer

24 Epilog
 
25 Quellangaben
 
 
 
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