
| Schaumwein / Chaptalisierung und andere Zusätze | |||||||||||||||
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18.1 1.Schönung
Bentonit ist eine Tonerde deren Wirkstoff Montmorillonit aus Vulkanischer Asche gewonnen wird. Dieser Zusatz kommt sowohl bei der Klärung des Mostes als auch des Weines nach der ersten Gärung zum Einsatz. Die Erde dient der Ausfällung positiv geladener Eiweißtrübteilchen durch Elektrolyse. Schwefeldioxid wird dem Most nach dem Pressen zugesetzt, um die wilden Hefen unter Kontrolle zu bringen, welche ziemlich empfindlich auf Schwefeldioxid reagieren. Weinhefen sind nicht so empfindlich und erhalten somit die Chance, die Kontrolle bei der Gärung zu übernehmen. Es gibt noch weitere zulässige Schönungsmittel wie z.B. Fischleim, Stör- und Hausenblasen, Hühnereiweiß welche aber keine große Rolle spielen. 18.2 Jean Antoine Chaptal (1756-1832) In schlechten Jahren, wenn der Öchslegrad nicht hoch genug Ansteigt, darf man bei einem zu erwartenden Alkoholgehalt von 9,6 % dem Most vor oder nach der Gärung Zucker zufügen. Vor der Gärung zu deren Verstärkung, nach der Gärung zur Verbesserung des Geschmacks. Das Verfahren wurde nach Chaptal benannt. Er war ein brillanter Chemiker, sowie Innenminister Napoleons von 1800-1805. Zur damaligen Zeit benutzte man Rohrzucker als Weinzusatz. Das war aber auf Dauer zu teuer und später benutzte man dann einfachen Zucker aus Zuckerrüben. Dieses Verfahren wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Trierer Chemiker Ludwig Gall in Deutschland publiziert. 18.3 2. Schönung Sorbinsäure dient der Stabilisierung des Weines und verhindert das 'Umkippen'. Handelsübliche Gelatine wird bei der letzten Schönung zusammen mit dem elektrolytisch gegensätzlich wirkenden Bentonit eingesetzt. Diese beiden Wirkstoffe binden alle noch vorhandenen Eiweiß- und Trübeteilchen und sinken zu Boden. Früher benutzte man zum schönen auch Eiweiß aus Hühnereiern. Das zufügen von gemahlenen Tatratkristallen und ein absenken der Temperatur führt zu einer schnelleren Bildung der Weinkristalle. Diese wären zwar absolut unbedenklich, können aber bei Laien Verunsicherungen hervorrufen, da die Kristalle Glassplittern ähneln. Zur Anhebung des Alkoholgehaltes wird manchen Schaumweinen Cognac zugesetzt. Auch das zusetzen von Rotwein zum färben ist mancherorts üblich. |
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| 1 Prolog 2 Geschichtliches 2.1 Die Bibel 2.2 Die Römer 2.3 Benediktiner im Tal der Aude 2.4 Dom Perignon 2.5 Bruder Jean Oudart 2.6 Erste Sektkellerei 3 Frühe Zufälle 3.1 Erste Versuche 4 Verschlußsache 5 Glasklar... Oder? 5.1 Zwerge und Riesen 6 Korken und Zubehör 6.1 Kronkorken 7 Rebsorten 8 Bestandteile des Traubensaftes 8.1 Der Most 9 Weinhefen und ihre wilden Verwandten 9.1 Wilde Hefen 9.2 Weinhefen 9.3 Vermehrungsbedingungen 10 Spalter 10.1 Gay Lusacce 10.2 Eduard und Hans Buchner 11 Die erste Gärung 11.1 Abstechen des Weines 12 Die zweite Gärung 12.1 Stabilitätsbehandlung 13 Endprodukte der Gärung 14 Die malolaktische Gärung 14.1 Apfel - Milchsäure Gärung 15 Remuage 15.1 Nicole Barbe (Veuve Clicquot) 15.2 Antonie Müller |
16 Dosage
16.1 Fülldosage 16.2 Versanddosage 17 Filtern oder Degorgieren 17.1 A la Volée 17.2 A la Glace 17.3 Carl von Linde 18 Chaptalisierung und andere Zusätze 18.1 1. Schönung 18.2 J. A. Chaptal 1756 - 1832 18.3 2. Schönung 19 Restzuckergehalt 20 Herstellungsverfahren 20.1 Méthode rurale und Méthode champenoise 20.2 Großraum- und Tankgärverfahren 20.3 Flaschengärung 21 Sekt 21.1 Georg Christian Kessler 22 Schaumweinarten 22.1 Winzersekt und Diabetikersekt 22.2 Champagner 22.3 Blanc de Blanc und Blanc de Noire 22.4 Roseschaumweine 22.5 Crémant 22.6 Vin Mousseux 22.7 Prosecco und das Gut Ca' del Bosco 22.8 Cava 22.9 Krim Sekt 22.10 Clairette de Die & Blanquette de Limoux 22.11 Asti Spumante 22.12 Perlwein & Schaumweinähnliche Getränke 23 Schaumweinsteuer 24 Epilog 25 Quellangaben |
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