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Schaumwein / Schaumweinarten
 

22.2 Champagner

Der Name Champagne(r) ist nicht nur einem bestimmten Gebiet vorbehalten, sondern auch einem Verfahren, dass der Wein durchlaufen muß, bevor er ihn führen darf.
Es sind die besonderen Merkmale des nördlichsten unter den großen französischen Weingebieten, die die Einzigartigkeit des Champagner ausmachen. Das Gebiet liegt etwa 140 km nordöstlich von Paris und breitet sich um eine kleine Hügelkette aus, die sich aus einer Kalkebene erhebt und durch den gewundenen Lauf der Marne in zwei Hälften geteilt wird. Die Größe ist auf 34000 Hektar begrenzt, wovon etwa 28000 Hektar unter Ertrag stehen. Das Land ist nicht auf Großgrundbesitzer, sondern auf Tausende von örtlichen, oft nur nebenberuflichen Winzern aufgeteilt. Die Randbezirke dürfen sich zwar auch Champagne nennen, liefern aber einen im Vergleich zu den guten Lagen eher sauren Wein.
Die Montagne de Reims steht unter Pinot Noir-Reben, deren schwarze Trauben schnell gekeltert werden müssen, damit sie einen weißen Wein ohne Farbspuren ergeben.
Eine andere Zone, das Vallée de la Marne, hat Süd- und Südosthanglagen, die viel Sonne einfangen und deshalb den vollsten, rundesten und reifsten Wein mit sehr viel Bukett ergeben. Auch hier findet man vorwiegend Pinot Noir Weinberge.
Die Osthanglage südlich von Epernay heißt Côte de Blancs und ist hauptsächlich mit weißen Chardonnay Reben bepflanzt. Wein aus dieser Gegend wird manchmal ohne den traditionel- len Zusatz schwarztraubigen Weins als Blanc de Blancs verkauft.

Die Reifung darf ausschließlich in Flaschen stattfinden. Das heißt, der Champagner darf nach dem Abfüllen die Flasche nicht mehr verlassen und wird auch darin verkauft.
Ausnahmen gibt es nur bei den Flaschen ab Jeroboam und für Viertelflaschen.
Der Druck für Champagner ist üblicherweise 6 bar und seine Lagerzeit mindestens ein Jahr. Da er frühestens am ersten Januar nach der Lese abgefüllt werden darf, kann der erste Champagner eines Jahrganges erst am ersten Januar des darauffolgenden Jahres gekauft werden. Bei Jahrgangschampagner beträgt die Lagerzeit 3 Jahre.

   
1 Prolog

2 Geschichtliches
2.1 Die Bibel
2.2 Die Römer
2.3 Benediktiner im Tal der Aude
2.4 Dom Perignon
2.5 Bruder Jean Oudart
2.6 Erste Sektkellerei

3 Frühe Zufälle
3.1 Erste Versuche

4 Verschlußsache

5 Glasklar... Oder?
5.1 Zwerge und Riesen

6 Korken und Zubehör
6.1 Kronkorken

7 Rebsorten

8 Bestandteile des Traubensaftes
8.1 Der Most

9 Weinhefen und ihre wilden Verwandten
9.1 Wilde Hefen
9.2 Weinhefen
9.3 Vermehrungsbedingungen

10 Spalter
10.1 Gay Lusacce
10.2 Eduard und Hans Buchner

11 Die erste Gärung
11.1 Abstechen des Weines

12 Die zweite Gärung
12.1 Stabilitätsbehandlung

13 Endprodukte der Gärung

14 Die malolaktische Gärung
14.1 Apfel - Milchsäure Gärung

15 Remuage
15.1 Nicole Barbe (Veuve Clicquot)
15.2 Antonie Müller
16 Dosage
16.1 Fülldosage
16.2 Versanddosage

17 Filtern oder Degorgieren
17.1 A la Volée
17.2 A la Glace
17.3 Carl von Linde

18 Chaptalisierung und andere Zusätze
18.1 1. Schönung
18.2 J. A. Chaptal 1756 - 1832
18.3 2. Schönung

19
Restzuckergehalt

20 Herstellungsverfahren
20.1 Méthode rurale und Méthode champenoise
20.2 Großraum- und Tankgärverfahren
20.3 Flaschengärung

21 Sekt
21.1 Georg Christian Kessler

22 Schaumweinarten
22.1 Winzersekt und Diabetikersekt
22.2 Champagner
22.3 Blanc de Blanc und Blanc de Noire
22.4 Roseschaumweine
22.5 Crémant
22.6 Vin Mousseux
22.7 Prosecco und das Gut Ca' del Bosco
22.8 Cava
22.9 Krim Sekt
22.10 Clairette de Die & Blanquette de Limoux
22.11 Asti Spumante
22.12 Perlwein & Schaumweinähnliche Getränke

23 Schaumweinsteuer

24 Epilog
 
25 Quellangaben
 
 
 
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