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Whiskysorten

   
In Schottland werden an die 200 Whisky-Marken gehandelt. Die Altersangabe auf den Etiketten bezieht sich immer auf den jüngsten der in einer Blend verwendeten, Whiskys. Die üblichen Whiskys sind meist sechs Jahre alt, die "Luxus-Blends" zehn Jahre oder älter. Aber auch in der normalen Blend finden sich Einzelwhiskys, die zehn Jahre und älter sind. "Straight" oder "Single" bedeutet unvermischt, es kann sich also z. B. um reinen Malz-Whisky handeln, der nur von einer Brennerei kommt.
Schottland exportiert seinen Scotch-Whisky in 170 Länder. Hauptabnehmer sind die USA, die Deutschland, Frankreich, Italien und Australien.
  Whisky

 
Amerikanischer Whisk(e)y


In den USA werden drei Hauptgruppen produziert, Bourbon Whiskey, American Blends und Rye Whiskey.

Bourbon kommt aus Kentucky und seinen Namen hat er vom Bourbon-County, einer Region. Dort sind die Voraussetzungen für die Herstellung von Whiskey besonders günstig: Ideales Klima, guter Boden für Getreide, vor allem Mais und klares Wasser aus den Kalksteinbergen. Bourbon wird aus Mais, Gerstenmalz (gekeimte Gerste), eventuell Roggen, Wasser und Zuchthefe hergestellt.
Sour Mash bedeutet: Zum Gären wird nicht nur frische Hefe zugesetzt, sondern ein Teil Hefe vom vorhergegangenen Gärprozeß. Das gibt dem Whiskey ein besonders kräftiges Aroma.
Manche Firmen filtrieren den gewonnenen Whiskey dann noch durch feine Holzkohle. Dadurch wird der Geschmack noch weicher. Das sind die Tennessee-Whiskeys.
Wesentlich ist die Lagerung in Fässern aus Steineiche. Sie werden vorher kurz ausgebrannt, dabei bildet sich Holzzucker, der dem Whiskey Aroma und Farbe gibt. Die Lagerzeit beträgt mindestens zwei Jahre, meist mehr, bis zu sechs oder acht Jahren.

Straight Bourbon Whiskey:
Gebrannt aus nicht weniger als 51 und nicht mehr als 79 Prozent Mais. Nicht gefärbt und nicht mit fremden Alkohol gemischt. Ein Einzelwhiskey, direkt vom Faß.

Blended Straight Bourbon:
Aus verschiedenen Bourbons gemischt.

Blended Bourbon:
Besteht zu 51 % aus verschiedenen Straight Bourbon Whiskey, der Rest ist Alkohol anderer Herkunft, z. B. aus Mais gebranntem Sprit.

American Blends heißen Whiskeys, die nur zu 20 % aus Straight Bourbon und zu 80 % aus anderem Branntwein bestehen. Blends sind weniger typisch im Aroma und milder.

Allgemein gilt für den Geschmack von Bourbon: Aromatisch - durch das Kalkwasser und das Holz - aber mild, nicht aufdringlich. Geeignet zum Mixen von Cocktails und Long-Drinks. Wird gern aufgefüllt mit Soda, Ginger Ale, Cola, Orangensaft und Bittergetränken.

Rye-Whiskey:
Er muß nach amerikanischem Gesetz zu wenigstens 51 Prozent aus Roggen gebrannt sein.

Kanadischer Whisky

Er wird aus Mais, Gerste und Roggen hergestellt. Überwiegt der Roggenanteil, so heißt er einfach Rye. Die Lagerung erfolgt in Fässern aus frischer Eiche. Das junge Holz verleiht dem Whisky ein besonderes Aroma. Kanadischer Whisky hat eine helle Farbe, er ist leicht und schmeckt ziemlich neutral. Zum Mixen ist er ideal.

Schottischer Whisky

Nach wie vor Spitzenreiter unter den Whiskys ist der schottische, der immerhin 58 Prozent der deutschen Gesamteinfuhr an Whisky ausmacht. Schotten und eingefleischten Whiskytrinkern sträubt sich das Haar bei dem Gedanken, den echten, alten Scotch mit etwas anderem als einem Schuß kühlen Quellwassers zu mischen. Denn der rauchige, charakteristische Geschmack verbindet sich nicht leicht mit anderen Zutaten. Gegen heiße Mixgetränke mit Scotch haben sogar schottische Whiskytrinker nichts.

Irischer Whiskey

Gerste, teils gemälzt, teils ungemälzt, Roggen, Weizen und auch Mais sind die Kornarten, aus denen irischer Whiskey hergestellt wird. Dazu kommt reines Wasser, das über roten Granit gelaufen und durch Torf gefiltert ist. Irischer Whiskey wird dreifach gebrannt und in alten Sherryfässern aus Eichenholz bis zu dreißig Jahren gelagert. Der ausgereifte Whiskey wird unvermischt abgefüllt. Es gibt keine Blends. Geschmack: Deutlich malziges Aroma, weich, ohne Raucharoma. Irischen Whiskey trinkt man pur oder mit wenig Wasser vermischt. Bekannt geworden ist er bei uns wohl auch durch den köstlichen "lrish Coffee". Irish Whiskey ist gut zum Mixen geeignet.

Whisky aus Japan

Auch in Japan gibt es eine beachtliche Whisky-Industrie. Hergestellt wird der Whisky nach schottischem Vorbild, zum Teil mit schottischen Malts. Lange Lagerzeiten garantieren einen ausgereiften Whisky. Viel wird in Japan getrunken, ein Anteil nach USA exportiert. Japanischer Whisky hat einen deutlich rauchigen Geschmack.

Deutscher Whisky

Aus deutschem Getreidebranntwein und echtem Malzwhisky aus Schottland entsteht deutscher Whisky. Die schottischen Malts sind so ausgewählt, daß sie der Mischung den Geschmack geben, der einen größeren Abnehmerkreis anspricht: Spürbarer, doch nur zarter Rauchgeschmack. Nach der Mischung wird der Whisky noch zwei Jahre gelagert, damit sich die verschiedenen Komponenten gut miteinander verbinden. Deutscher Whisky kann billiger sein als importierter, weil der deutsche Getreidebranntwein nicht mit Zöllen und Transportkosten belastet ist. Er muß nicht "Deutscher Whisky" heißen, aber aus dem Etikett muß ersichtlich sein, daß es sich um ein deutsches Erzeugnis handelt.

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