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Cassis / Kir

   
Die Erfolgsgeschichte des Kir hat wohl mehrere Gründe. Ein Kir ist so schnell gemacht, wie man braucht, eine Flasche Weißwein zu entkorken und eine Flasche Cassis aufzuschrauben. Ein Kir ist gefällig-süß und schmeckt deshalb auch Gelegenheits- und Nicht-Weintrinkern.
Die meisten Weinkenner akzeptieren ihn, weil man vom Kir so gut auf Wein pur übergehen kann. Feinschmecker tolerieren ihn, weil er dank des niedrigen Alkoholgehalts nicht dazu neigt die Geschmacksnerven zu narkotisieren.
Kaum war der Kir (Originalrezept: ein Teil Cassis auf sieben Teile Weißwein) in aller Munde, kreierte man daraus etwas besonderes: Kir Royal.
Für den "königlichen" Kir nimmt man statt des Weins guten, trockenen Sekt, oder besser noch, Champagner. Wer es auf die Spitze treiben möchte, besteht auf Crémant de Bourgogne, einem trockenen Schaumwein aus Burgund, der Heimat des Cassis...
  Cassis

Schwarze Johannisbeeren sind bekanntlich besonders reich an Vitamin C. Das Vitamin C der frischen Beeren bleibt bei der Herstellung des Likörs zu 90 Prozent erhalten. Die frisch geernteten schwarzen Johannisbeeren werden für zwei Monate in Alkohol gelegt (mazeriert), der ihnen Aroma, Farbe, Vitamine und Mineralstoffe entzieht. Das Ganze wird filtriert, dann mit in Saft gelöstem Zucker aufgemischt.
Was den Namen "Creme de Cassis de Dijon" tragen darf, ist genau festgelegt. Nämlich nur ein Cassis-Likör, der in der näheren Umgebung von Dijon produziert wurde, mindestens 15 Volumenprozent Alkohol hat und ohne jede Zusatzstoffe (Farbe, künstliche Aromen etc.) hergestellt wurde.
Die 15 Volumenprozent Alkohol sind das Minimum, hochwertige Cassis-Liköre haben 20 Prozent. Was sie besser macht, ist nicht der Alkohol allein, sondern ihr höherer Fruchtanteil, den man deutlich schmecken kann.

Aus Cassis kann man so so einiges andere mehr machen als Kir und Kir Royal. Creme de Cassis ist zwar so haltbar wie andere Liköre, verliert aber in der angebrochenen Flasche im Laufe der Zeit an Aroma und Vitaminen. Wer beides voll auskosten möchte, sollte den Cassis einigermaßen zeitnah (innerhalb eines Jahres) verbrauchen.
Etwas stärker in den Alkoholprozenten, dafür aber kleiner im Format ist der Vermouth Cassis, ein Klassiker unter den Bar-Getränken. Das Mischungsverhältnis: 1 cl Cassis auf
5 cl trockenen weißen Wermut. Dazu kommen ein bis zwei Eiswürfel, eventuell eine Zitronenscheibe, und bei belieben kann er mit Soda verdünnt werden.

Vor dem Essen nicht zu empfehlen, dafür hinterher um so bekömmlicher sind zwei härtere Cassis-Mischungen: Der Cognac-Cassis (halbe-halbe) und der Kirsch mit Cassis bei dem auf 6 cl Cassis 3 cl Kirschwasser kommen und den man mit etwas eisgekühltem Sodawasser entschärft.
Mild und vergleichsweise harmlos sind dagegen der Cassis Mineralwasser (am besten mit wenig Kohlensäure wegen der Schaumbildung), ein echter Longdrink für den Sommer. Winterlich und in seiner Einfachheit nicht zu unterbieten - der Cassis Grog, also Cassis mit heißem Wasser.
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