|
|

Cassis / Kir |
||||||||||||||||
|
Die Erfolgsgeschichte des Kir hat wohl mehrere Gründe.
Ein Kir ist so schnell gemacht, wie man braucht, eine Flasche Weißwein
zu entkorken und eine Flasche Cassis aufzuschrauben. Ein Kir ist gefällig-süß
und schmeckt deshalb auch Gelegenheits- und Nicht-Weintrinkern.
Die meisten Weinkenner akzeptieren ihn, weil man vom Kir so gut auf Wein pur übergehen kann. Feinschmecker tolerieren ihn, weil er dank des niedrigen Alkoholgehalts nicht dazu neigt die Geschmacksnerven zu narkotisieren. Kaum war der Kir (Originalrezept: ein Teil Cassis auf sieben Teile Weißwein) in aller Munde, kreierte man daraus etwas besonderes: Kir Royal. Für den "königlichen" Kir nimmt man statt des Weins guten, trockenen Sekt, oder besser noch, Champagner. Wer es auf die Spitze treiben möchte, besteht auf Crémant de Bourgogne, einem trockenen Schaumwein aus Burgund, der Heimat des Cassis... |
![]() |
|||||||||||||||
|
Schwarze Johannisbeeren
sind bekanntlich besonders reich an Vitamin
C. Das Vitamin C der frischen Beeren bleibt bei der Herstellung
des Likörs zu 90 Prozent erhalten. Die frisch geernteten schwarzen Johannisbeeren
werden für zwei Monate in Alkohol gelegt (mazeriert), der ihnen Aroma,
Farbe, Vitamine und Mineralstoffe entzieht. Das Ganze wird filtriert,
dann mit in Saft gelöstem Zucker aufgemischt. Aus Cassis kann man so so einiges andere mehr machen
als Kir und Kir Royal. Creme de Cassis ist zwar so haltbar wie andere
Liköre, verliert aber in der angebrochenen Flasche im Laufe der Zeit
an Aroma und Vitaminen. Wer beides voll auskosten möchte, sollte
den Cassis einigermaßen zeitnah (innerhalb eines Jahres) verbrauchen.
Etwas stärker in den Alkoholprozenten, dafür aber kleiner im Format ist der Vermouth Cassis, ein Klassiker unter den Bar-Getränken. Das Mischungsverhältnis: 1 cl Cassis auf 5 cl trockenen weißen Wermut. Dazu kommen ein bis zwei Eiswürfel, eventuell eine Zitronenscheibe, und bei belieben kann er mit Soda verdünnt werden. Vor dem Essen nicht zu empfehlen, dafür hinterher um so bekömmlicher sind zwei härtere Cassis-Mischungen: Der Cognac-Cassis (halbe-halbe) und der Kirsch mit Cassis bei dem auf 6 cl Cassis 3 cl Kirschwasser kommen und den man mit etwas eisgekühltem Sodawasser entschärft. Mild und vergleichsweise harmlos sind dagegen der Cassis Mineralwasser (am besten mit wenig Kohlensäure wegen der Schaumbildung), ein echter Longdrink für den Sommer. Winterlich und in seiner Einfachheit nicht zu unterbieten - der Cassis Grog, also Cassis mit heißem Wasser. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||