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Was ist Starkbier
Starkbier ist die steuerrechtliche Bezeichnung für
alle Biere, die mehr als 16 Prozent Stammwürzegehalt aufweisen. Brauer
reden in diesem Zusammenhang nicht von Alkoholprozenten, sondern von
Stammwürze. Als Stammwürze bezeichnet man die Extraktstoffe, die den
Geschmack des Bieres bestimmen. Das sind im wesentlichen Malzzucker,
Bitter- und Aromastoffe des Hopfens und Mineralstoffe. Bei einem 18prozentigen
Doppelbock machen die Extraktstoffe entsprechend 18 Prozent vom Gesamtvolumen
aus - bei Vollbieren wie etwa Pils oder Export sind es 11 bis 14 Prozent.
Von der Stammwürze hängt auch der Alkoholgehalt ab. Mit einer über Schätz-Rechnung
kann man sagen, daß der Alkoholgehalt etwa ein Drittel bis ein Viertel
der Stammwürze ausmacht.
Zu den Starkbieren zählen Bockbiere, Doppelbockbiere
(das sind die Frühjahrsstarkbiere, deren Namen meist auf "-ator" enden)
der helle Maibock und Kulmbacher Eisbock, der aus Doppelbock in einem
kombinierten Brau-, Gär- und Gefrierverfahren gewonnen wird. Er hat
24 Prozent Stammwürze, steht schwarz-malzig im Glas und wird nur noch
vom "Kulminator-Urtyp Hell" übertroffen. Dieser Eisbocktyp ist honigblond
und mit 28 Prozent Stammwürze (knapp 9 Prozent Alkoholgehalt) das stärkste,
nach dem Reinheitsgebot gebraute Bier der Welt.
Maibock
Als Maibock werden Bockbiere bezeichnet, welche meist
in der Zeit von April bis Juni verkauft werden. Der Maibock ist ein
untergäriges Starkbier mit über 6% Vol. Alkohol. Man trinkt ihn zu den
traditionell bayrischen Schmankerln wie, den Rettichen (Radi), zu Salz-
und Laugenbrezeln, Allgäuer Emmentaler oder Leberkäs.
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