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Honig - Bienenhonig

   
Die Deutschen halten mit fast zwei Gläsern Jahresbedarf den Weltrekord im Honig essen. Dieser Verbrauch, kann von einheimischen Bienen alleine nicht erzeugt werden. Fast 80 Prozent des Honigs wird deshalb importiert.
Durch die weltweiten Importe wurde das Honigsortiment in den Geschäften stets größer. Manche davon kennt jeder Honigesser, andere Sorten sind noch nicht so bekannt. Aber alle bestehen aus reinem Bienenhonig, das schreibt die Honigverordnung vor. Deutscher Honig wird im allgemeinen als "Deutscher Bienenhonig" gekennzeichnet. Ausländische Produkte tragen die Bezeichnung "Bienenhonig", "lmporthonig" oder das Wort Honig in Zusammensetzung mit Pflanzennamen wie "Linden", "Tannen", "Klee" -Honig etc.
  Bienenhonig

Bienenhonig kann man in zwei Arten einteilen, nämlich in Blütenhonig und Honigtauhonig. Blütenhonig stammt aus den Nektariensäften verschiedener Blüten. Honigtauhonig stammt vom Honigtau, der als klebrigsüße Substanz die Blätter und Nadeln vieler Bäume überzieht. Mischblütenhonig wird aus der ganzen Welt nach Deutschland importiert, vor allem aber aus Mexiko, Argentinien, China, Kuba und in geringen Mengen auch aus Osteuropa und Spanien. Natürlich gibt es auch deutschen Mischblütenhonig. Die Farbskala reicht von braungelb bis weißgelb, je nachdem, woher der Honig kommt. Ebenso variiert der Geschmack zwischen mild und kräftig. Mischblütenhonig wird unter den verschiedensten Bezeichnungen angeboten, z. B. als Wiesenblütenhonig, Blütenhonig, Hochlandhonig, Schleuderhonig (nach Art der Gewinnung) oder einfach als Bienenhonig.
Ob und wie schnell Honig auskristallisiert, hängt von seiner Zusammensetzung ab. Überwiegt der Fruchtzuckeranteil, bleibt Honig lange flüssig, überwiegt aber der Traubenzuckeranteil, kristallisiert Honig schneller. Über die Qualität sagt das nichts aus, denn die Anteile von Trauben- und Fruchtzucker wird durch die Blüten bestimmt.
Da Honig aus Frucht- und Traubenzucker besteht, wird er vom menschlichen Körper schnell aufgenommen und in Energie umgewandelt. Honig enthält außerdem zucker- und stärkespaltende Fermente, Mineral- und andere Wirkstoffe.
Bienenwabe
Die Honigsorten

Akazienhonig
kommt zum größten Teil aus Ungarn, ist fast durchsichtig und bleibt lange flüssig. Er ist besonders lieblich im Geschmack, seine Farbe ist hellgelb bis durchsichtig weiß. Er läßt sich besser streichen, wenn man ihn im Kühlschrank aufbewahrt.

Buchweizenhonig
schmeckt bei aller Süße so herb, daß ihn viele Honigesser zurückweisen würden. Der braune Honig ist nur in Reformhäusern zu haben. Er kommt vor allem aus China, Osteuropa aber auch aus Deutschland.

Eukalyptushonig
kommt aus Australien, ist goldgelb, durchsichtig und zähflüssig. Er schmeckt würzig und dabei nur leicht nach Eukalyptus. Er wird vor allem in Reformhäusern angeboten.

Heidehonig
wird in Deutschland, Frankreich, Spanien, Norwegen und Griechenland geerntet. Er kann ganz fein geleeartig sein, aber auch cremig, hat aber in beiden Fällen eine goldbraune Farbe. Er ist sehr aromatisch, manchmal auch etwas herb.

Kleehonig
gibt es in unseren Breitengraden, also in Europa, Kanada und den nördlichen Staaten der USA. Er ist wassergelb bis weiß, mild im Geschmack und fast immer fest. Rapshonig ist fest und in Geschmack und Aussehen dem Kleehonig sehr ähnlich.
Honigsorten Lavendelhonig
duftet und schmeckt nach Lavendel. Es gibt ihn flüssig und kristallisiert, er ist gelb bis weißlich. Er kommt aus Frankreich und Spanien und wird meist als Spezialität verkauft.

Lindenhonig oder Lindenblütenhonig
kann recht flüssig, aber auch fest (fein kristallisiert) sein. Er schmeckt deutlich nach Linde. Seine Farbe ist zartgelb mit leichtem Grünschimmer.

Orangenhonig
(oder Orangenblütenhonig) hat ein deutliches Orangenaroma. Er ist meistens flüssig und goldgelb bis hellgelb. Die Hauptlieferanten sind Spanien, USA und Israel.

Rosmarinhonig
kommt aus dem Mittelmeerraum und gehört zu den Honigen, die man fast ausschließlich in Spezialitätengeschäften bekommt. Er ist hellgelb und kann flüssig oder fest sein. Er hat ein ausgeprägtes Aroma, schmeckt aber nicht nach Rosmarin, wie man ihn als Gewürz kennt.

Sonnenblumenhonig
hat eine goldgelbe Farbe und ist fest. Der Honig mit dem kräftigen, aber nicht hervorstechenden Geschmack kommt vor allem aus Spanien und Rußland. Es gibt ihn fast nur in Spezialitätengeschäften und Reformhäusern.

Salbeihonig
kommt meist aus den USA, ganz wenig davon auch aus dem Mittelmeerraum. Er ist hellbraun, zähflüssig und herzhaft im Geschmack. In Reformhäusern zu finden.

Tannenhonig und Waldhonig
stammt von der Weißtanne oder Fichte (Rottanne), manchmal auch von beiden Baumarten und zählt zu den Tauhonigen. Tannenhonig ist würzig aromatisch und grünlich-schwarz bis dunkelbraun. Der zähflüssige Honig kommt aus Deutschland (vor allem aus dem Schwarzwald), aus Polen, der Tschechoslowakei und Frankreich.
Waldhonig ist mittelbraun bis braunschwarz. Er ist, wie Tannenhonig, selten kristallisiert und wird in den Mischwäldern Europas und der USA, in Pinienwäldern und auch in Dattelwäldern geerntet.

Tipp:
Wer Honig flüssig mag, tut ihn, falls er mal fest geworden ist, ins warme (nicht heiße) Wasserbad. Allzu flüssigen Honig, der vom Brot läuft, im Kühlschrank aufbewahren.

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