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Bienenhonig kann man in zwei Arten einteilen, nämlich
in Blütenhonig und Honigtauhonig. Blütenhonig stammt aus den
Nektariensäften verschiedener Blüten. Honigtauhonig stammt
vom Honigtau, der als klebrigsüße Substanz die Blätter und Nadeln vieler
Bäume überzieht. Mischblütenhonig wird aus der ganzen Welt nach Deutschland
importiert, vor allem aber aus Mexiko, Argentinien, China, Kuba und
in geringen Mengen auch aus Osteuropa und Spanien. Natürlich gibt
es auch deutschen Mischblütenhonig. Die Farbskala reicht von braungelb
bis weißgelb, je nachdem, woher der Honig kommt. Ebenso variiert der
Geschmack zwischen mild und kräftig. Mischblütenhonig wird unter den
verschiedensten Bezeichnungen angeboten, z. B. als Wiesenblütenhonig,
Blütenhonig, Hochlandhonig, Schleuderhonig (nach Art der Gewinnung)
oder einfach als Bienenhonig.
Ob und wie schnell Honig auskristallisiert, hängt von seiner Zusammensetzung
ab. Überwiegt der Fruchtzuckeranteil, bleibt Honig lange flüssig, überwiegt
aber der Traubenzuckeranteil, kristallisiert Honig schneller. Über
die Qualität sagt das nichts aus, denn die Anteile von Trauben- und
Fruchtzucker wird durch die Blüten bestimmt.
Da Honig aus Frucht- und Traubenzucker besteht, wird er vom menschlichen
Körper schnell aufgenommen und in Energie umgewandelt. Honig enthält
außerdem zucker- und stärkespaltende Fermente, Mineral- und andere Wirkstoffe.
Die Honigsorten
Akazienhonig
kommt zum größten Teil aus Ungarn, ist fast durchsichtig und bleibt
lange flüssig. Er ist besonders lieblich im Geschmack, seine Farbe ist
hellgelb bis durchsichtig weiß. Er läßt sich besser streichen, wenn
man ihn im Kühlschrank aufbewahrt.
Buchweizenhonig
schmeckt bei aller Süße so herb, daß ihn viele Honigesser zurückweisen
würden. Der braune Honig ist nur in Reformhäusern zu haben. Er kommt
vor allem aus China, Osteuropa aber auch aus Deutschland.
Eukalyptushonig
kommt aus Australien, ist goldgelb, durchsichtig und zähflüssig. Er
schmeckt würzig und dabei nur leicht nach Eukalyptus. Er wird vor allem
in Reformhäusern angeboten.
Heidehonig
wird in Deutschland, Frankreich, Spanien, Norwegen und Griechenland
geerntet. Er kann ganz fein geleeartig sein, aber auch cremig, hat aber
in beiden Fällen eine goldbraune Farbe. Er ist sehr aromatisch, manchmal
auch etwas herb.
Kleehonig
gibt es in unseren Breitengraden, also in Europa, Kanada und den nördlichen
Staaten der USA. Er ist wassergelb bis weiß, mild im Geschmack und fast
immer fest. Rapshonig ist fest und in Geschmack und Aussehen dem Kleehonig
sehr ähnlich.
Lavendelhonig
duftet und schmeckt nach Lavendel. Es gibt ihn flüssig und kristallisiert,
er ist gelb bis weißlich. Er kommt aus Frankreich und Spanien und wird
meist als Spezialität verkauft.
Lindenhonig oder Lindenblütenhonig
kann recht flüssig, aber auch fest (fein kristallisiert) sein. Er schmeckt
deutlich nach Linde. Seine Farbe ist zartgelb mit leichtem Grünschimmer.
Orangenhonig
(oder Orangenblütenhonig) hat ein deutliches Orangenaroma. Er ist meistens
flüssig und goldgelb bis hellgelb. Die Hauptlieferanten sind Spanien,
USA und Israel.
Rosmarinhonig
kommt aus dem Mittelmeerraum und gehört zu den Honigen, die man fast
ausschließlich in Spezialitätengeschäften bekommt. Er ist hellgelb und
kann flüssig oder fest sein. Er hat ein ausgeprägtes Aroma, schmeckt
aber nicht nach Rosmarin, wie man ihn als Gewürz kennt.
Sonnenblumenhonig
hat eine goldgelbe Farbe und ist fest. Der Honig mit dem kräftigen,
aber nicht hervorstechenden Geschmack kommt vor allem aus Spanien und
Rußland. Es gibt ihn fast nur in Spezialitätengeschäften und Reformhäusern.
Salbeihonig
kommt meist aus den USA, ganz wenig davon auch aus dem Mittelmeerraum.
Er ist hellbraun, zähflüssig und herzhaft im Geschmack. In Reformhäusern
zu finden.
Tannenhonig und Waldhonig
stammt von der Weißtanne oder Fichte (Rottanne), manchmal auch von beiden
Baumarten und zählt zu den Tauhonigen. Tannenhonig ist würzig aromatisch
und grünlich-schwarz bis dunkelbraun. Der zähflüssige Honig kommt aus
Deutschland (vor allem aus dem Schwarzwald), aus Polen, der Tschechoslowakei
und Frankreich.
Waldhonig ist mittelbraun bis braunschwarz. Er ist, wie Tannenhonig,
selten kristallisiert und wird in den Mischwäldern Europas und der USA,
in Pinienwäldern und auch in Dattelwäldern geerntet.
Tipp:
Wer Honig flüssig mag, tut ihn, falls er mal fest geworden ist, ins
warme (nicht heiße) Wasserbad. Allzu flüssigen Honig, der vom Brot läuft,
im Kühlschrank aufbewahren.
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