
Kakao |
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Ihren Ursprung hat die Kakaopflanze im Amazonasgebiet.
Von dort aus gelangten Samen durch Vögel nach Mittelamerika, wo
die Pflanze zum ersten mal von den Maya um etwa 250 v. Chr. auf Plantagen
angebaut wurde. Zu dieser Zeit hat man Kakaobohnen in Mexiko und Mittelamerika
auch als Zahlungsmittel verwendet. Auf diesem Wege wurde der Kakao möglicherweise
von den Händlern der Maya auf die aztekische Kultur übertragen.
Heute wird der prachtvolle, immergrüne Baum in den tropischen Gebieten
Afrikas, Mittel- und Südamerikas, Asiens und Ozeaniens angebaut.
Dort findet er die für sein Wachstum notwendige gleichmäßige Wärme und
ausreichend Feuchtigkeit.
"Xocoatl" hieß das Getränk, daß die spanischen Eroberer zu Beginn des 16. Jahrhunderts im fernen Mexiko kennenlernten, was in der Sprache der Azteken soviel wie "herbsäuerliches Wasser" bedeutet. So wird der Trunk aus grob zerstampften Kakaobohnen wohl auch geschmeckt haben. Denn er wurde ohne Zucker, dafür aber mit scharfen Gewürzen wie Chili zubereitet. Als man den Kakao mit Zucker vermischte, eroberte sich der "Göttertrank" auch die Gunst der sogenannten besseren Kreise in Europa. Erst viel später gewann man durch neue Techniken aus der grob zerteilten Bohne ein feines dunkles Pulver, das mit Milch oder Wasser bequem verrührt werden konnte. Der Kakaobaum, dessen klangvoller aztekischer Name "caeahuatl" lautet, hat die wissenschaftliche Bezeichnung "Theobroma". Er gehört zu den Sterkuliengewächsen, ist ein naher Verwandter der Kamelie und wird über 10m hoch. In Plantagen wird er auf aber 5-8 m gestutzt. Wesentlich, vor allem im jungen Alter, ist das Vorhandensein von Wind- und Sonnnenschutz. |
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Eine Kakaokultur erfordert guten Boden, gleichbleibende
Wärme und hohe Feuchtigkeit. Als besondere Eigenart tragen die Kakaobäume
das ganze Jahr hindurch gleichzeitig kleine, rote, am Stamm ansetzende
Blüten, unreife und reife Früchte. Die gelb bis rot gefärbten, gurken-
bzw. melonenähnlichen Früchte mit derber, oft warziger und längsgefurchter
Schale werden bis zu 25 cm lang und bis zu 1/2 kg schwer. Sie enthalten,
in ein süßsäuerliches Fruchtmus eingebettet, 25-50 mandelähnliche, 2-3
cm lange Samen, die Kakaobohnen. Größe, Form und Farbe der Samen ist
je nach Sorte sehr verschieden. Die Samen sind von einer dünnen, ledrigen
Samenschale überzogen, das Innere ist weiß bis tief violett gefärbt.
Vom sechsten Jahr ab trägt der Baum 25 bis 40 Jahre lang und liefert
im Jahr 0,5-2 kg getrocknete Kakaobohnen. Aufbereitung der Kakaobohne.
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Im Kerninnern vollziehen sich gerbstoffverändernde
Vorgänge, die zur Bildung der begehrten Aromastoffe führen. Dieser Vorgang
dauert etwa 3-7 Tage. Nach Beendigung werden die Bohnen getrocknet,
in manchen Gegenden (z. B. Java und Ceylon) zuvor auch noch gewaschen.
Die Trocknung erfolgt an der Sonne oder künstlich und führt zu weiterer
Aromaentwicklung.
Nach der Verarbeitungsstufe
Kakaobutter (Kakaoöl) wird aus Kakaokernen, Kakaobruch oder Kakaomasse, zumeist aufgeschlossener Kakaomasse, durch Abpressen, mit oder ohne Filtration, aber ohne chemische Behandlung, gewonnen. Sie ist gelblich weiß, riecht deutlich kakaoartig und schmilzt bei 32-36 °C. Sie verursacht einen kühlenden Geschmack im Mund. Kakaobutter findet hauptsächlich Verwendung bei der Schokoladeherstellung, zur Herstellung feiner Seifen, kosmetischer Salben, Pomaden und zahlreicher pharmazeutischer Artikel. Kakaopulver wird aus Kakaokernen, Kakaobruch oder aus Kakaomasse nach teilweisem Abpressen der Kakaobutter durch Zerkleinern und Pulvern gewonnen. Um ein Absetzen vor allem bei der Bereitung von Getränken zu verhindern, wird gern aufgeschlossene |
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Kakaomasse verwendet.
Schwach entölter Kakao enthält mindestens 20 % Kakaobutter. Er ist dunkler, milder und voller im Geschmack - sehr nahrhaft. Da er sich leicht auflöst, wird er hauptsächlich für Kakaogetränke verwendet. Stark entölter Kakao wird auch mageres oder fettarmes Kakaopulver genannt und muß mindestens 8 % Kakaobutter enthalten. Er schmeckt herber und eignet sich gut zum Backen und zur Herstellung von Pudding und ähnlichem. |
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Holländischer Kakao ist
ein aufgeschlossener Kakao, der durch ein besonderes Verfahren mit Wasserdampf
und Laugen beste Trinkeigenschaften erhält. Der feine Kakaostaub sinkt
nach der Zubereitung kaum auf den Tassengrund, er schmeckt milder und
hat eine dunklere Farbe. Das Verfahren wurde von dem Holländer C. J.
van Houten 1828 entwickelt. |
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