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(Hungern) wird dem Organismus wesentlich weniger Energie
zugeführt, als er gewohnt ist und benötigt. Der Körper reagiert
auf den Mangel an Nahrung mit regelrechten Entzugserscheinung.
Man ist unzufrieden, denkt ständig ans Essen oder hat andere unschöne
Nebenwirkungen und wünscht sich ein rasches Ende der Diät
herbei. Ist dieser Zeitpunkt gekommen, holt sich der Organismus das
Fett wieder, das man ihm unter strikter Selbstkontrolle abgezwungen
hat. Durch die spärlichen (kalorienarmen) Portionen hat der Körper
gelernt, jede verfügbare Kalorie optimal zu verwerten. Deshalb holt
er anschließend auch aus der größeren Nahrungsmenge alles, um
wieder auf die Reserven zu kommen, an die er (meist über Jahre)
gewöhnt ist. Außerdem ist der Reiz, über den Hunger zu essen, nach einer
solchen Radikalkur bei vielen Menschen (noch) größer als zuvor.
Diesen Diätkreislauf vermeidet man bei einer Vollwertdiät bzw. einer
(teilweisen) Ernährungsumstellung. Aus ernährungstechnischer
Sicht ist die Vollwert-Diät nämlich gar keine Diät. Da
man ausreichend Essen darf und sich der Organismus langsam umstellen
kann, umgeht man bei einer erreichten Gewichtsabnahme - durch eine Übergangsphase
zur herkömmliche Ernährung - den berüchtigten Jojo-Effekt.
Natürlich kann man sich auch weiterhin (zum Teil) vollwertig Ernähren
und bringt sich und seinem Körper ein neues Gefühl von Lebensqualität.
Ausreichend viele Kohlehydrate sorgen für eine gute Laune und Milchprodukte
mit geringen Fettgehalt liefern wertvolles tierisches Eiweiß.
Damit man den ganzen Tag über satt (gesättigt) ist und zwischendurch
gar nicht erst ans Essen denken sollten man 5 mal am Tag Essen, denn
Hunger drückt auf die Stimmung. Außerdem ißt man, wenn man Hunger hat,
zu schnell/hastig und deshalb meist auch zuviel.
Der Körper braucht eine gewisse Zeit, bis er Sättigung spürt. Bei raschem
Kauen und Schlucken läßt man ihm diese Zeit nicht; das Signal zum Aufhören
erfolgt erst, wenn schon mehr im Magen ist, als man eigentlich Essen
sollte/wollte. Durch langsames Essen, mit kurzen Pausen, lernt man (wieder)
das angenehme Gefühl der Sättigung wahrzunehmen. Es ist der natürlichste
Appetitzügler, den es gibt. Gründliches Kauen unterstützt dabei die
Verdauung, weil Geschmacks- und Geruchsstoffe frei werden. Die wiederum
üben einen Reiz im Körper aus, der den gesamten Verdauungsapparat richtig
in Gang bringt.
Pro Tag braucht der Körper zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit. Etwa
einen Liter nimmt man mit der Nahrung zu sich. Zum Durst stillen, am
besten Mineralwasser und/oder Kräutertee trinken. Ergänzen kann man
mit Gemüsesaft oder ab und zu auch mit ungesüßtem Fruchtsaft.
Auf Kaffee oder schwarzen Tee braucht man nicht zu verzichten, bis zu
sechs Tassen am Tag schaden nicht. Bekömmlicher sind Kaffee und Tee
mit einem Schuß Milch. Den Zucker nach Möglichkeit weglassen, denn
dieser liefert ausschließlich Kalorien.
Beim Abnehmen mit Vollwertkost möglichst 2-3 Liter Flüssigkeit täglich
trinken.
Alkohol sollte in der Anfangsphase komplett gemieden werden.
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