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Vollwertige Ernährung / Sprossen

   
Das ganze Jahr über gibt es verschiedene Sprossen in Reformhäusern und einer Reihe von Supermärkten zu kaufen. Wer Spaß an selbstgezogenen Sprossen hat, läßt Samen ein paar Tage auf der Fensterbank keimen.
Vor allem im Winter, wenn Frischgemüse rar ist und man etwas Abwechslung in die Ernährung bringen möchte, sind Sprossen nicht nur eine vernünftige, sondern auch preiswerte Möglichkeit.
Samen aus biologischem Anbau sind in jedem Fall zu bevorzugen.
Beim Keimen verändern sich die Inhaltsstoffe der Sprossen: Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt nimmt stark zu, die Kalorien dagegen schwinden. Nach und nach bilden sich schwerlösliche Kohlehydrate.
Sprossen machen dem Körper bei der Verdauung also ähnlich viel "Arbeit" wie Getreide und Hülsenfrüchte. Zum Keimen eignen sich alle Getreidesorten außer Grünkern, Hirse und Reis. Besonders günstig zum Keimen sind alle Hülsenfrüchte, Alfalfa-, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Rettich und Bockshornklee.
Buchweizen, Kresse und Senf sondern beim Keimen Schleimstoffe ab. Man läßt sie deshalb am besten auf Küchenpapier wachsen, damit die Samen nicht so stark zusammenkleben. Andere Samen in Gläser oder eigens dafür Angebotenen Plastikbehältern keimen lassen. Höchstens fingerhoch einfüllen, sonst kriegen die unteren Samen beim Keimen nicht genügend Sauerstoff. Die Gläser nie fest verschließen. Die Samen bekommen sonst zu wenig Luft und beginnen zu schimmeln.
 
Zwiebelsprossen
 
Sango-Sprossen
 
Rote Beete-Sprossen

Die vorbereiteten Gläser/Behälter mit Wasser füllen und die Samen etwa sechs Stunden stehenlassen. In dieser Zeit nehmen sie so viel Flüssigkeit auf, daß der Wachstumsprozeß beginnt. Die gequollenen Samen abgießen.
Anschließend aufrecht an einen nicht sonnigen, aber mäßig warmen und hellen Platz (nur Mungobohnen sollten dunkler keimen) stellen und bis zu fünf Tagen keimen lassen.
Dabei jeden Tag die Gläser für etwa zehn Minuten mit lauem Wasser füllen, damit sich die Samen vollsaugen können, dann das Wasser wieder ganz abgießen. Bei dieser Methode können Sie ziemlich sicher sein, daß die Samen weder zu trocken noch zu feucht sind, also gut keimen, ohne zu schimmeln.
Senf und Weizen bilden beim Keimen feine Faserwürzelchen, die an Schimmel erinnern, tatsächlich aber ganz harmlos sind.

 
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